BUTJADINGEN - Die regenerativen Energien gewinnen auch in der Gemeinde Butjadingen eine immer höhere wirtschaftliche Bedeutung. In deren Ausbau wurden in 2011 fast 60 Millionen Euro investiert.
Allein rund 30 Millionen Euro flossen in das Repowering des Windparks Ahndeich/Inte. Dort hat die Oldenburger IFE Eriksen AG die 14 je 65 Meter hohen Windräder mit einer Nennleistung von je 500 Kilowatt durch acht 120 Meter hohe Windkraftanlagen mit einer maximalen Leistung von je 2,3 Megawatt ersetzt. Dadurch hat sich die Leistungsfähigkeit des Windparks von bis 7 auf jetzt 18,4 Megawatt erhöht.
Begonnen wurde mit der Errichtung der insgesamt sieben 2,3-Megawattanlagen im Bürgerwindpark Schütting. Die ebenfalls circa 120 Meter hohen Windräder ersetzen die acht 500-KW-Anlagen, die eine Höhe von 65 Metern haben. Die Gesamtnennleistung des Windparks wird von 4 auf 16,1 Megawatt gesteigert. Die Kosten des Repowerings in Schütting belaufen sich nach Auskunft der Nordtank Betrieb- und Verwaltungs GmbH in Ostenfeld bei Husum auf rund 25 Millionen Euro.
Auf dem „Vormarsch“ sind in Butjadingen nun auch die Biogasanlagen. Bis Mitte des Jahres gab es nur eine auf dem CVJM-Hof Oegens in Waddens. Nur wenige hundert Meter davon entfernt hat Frerk Francksen eine Biogasanlage mit einer Nennleistung von 380 Kilowatt errichten lassen. Eine weitere Biogasanlage (250 Kilowatt) ist bei Landwirt Jan-Dirk Harbers in Seeverns entstanden. Die Kosten belaufen sich je Anlage auf circa 2 Millionen Euro.
Expandiert hat in 2011 die Fischereigenossenschaft Butjadingen. Zusammen mit einem Investor aus Bremerhaven gründete sie in Cuxhaven die Schälzentrum Nordwest GmbH. Zudem eröffnete die auf Krabbenfang spezialisierte Genossenschaft in Oldenburg ein zweites Fischgeschäft.
