BUTTELDORF/OLDENBURG - Im Jahr der Mondlandung hat Hans-Heinrich von Minden seine Tätigkeit als NWZ -Zusteller aufgenommen und seither hat er allein in dieser Funktion die Erde gut und gerne rund 20-mal umrundet. „Mehr als 800 000 Kilometer dürfte Herr von Minden zurückgelegt haben“, sagt Hendrik Lübsen, der zum Zustellerjubiläum diese bemerkenswerte Stecke zusammengerechnet hat.

Rund 70 Kilometer am Tag hat der Butteldorfer zurückzulegen. Sein Bezirk im Bereich Elsfleth reicht von Huntorf über Butteldorf, Moordorf, Gellen, Paradies bis Moorhausen, erläutert Lübsen, der weiß, dass dieser Bezirk mit zu den größten im gesamten Zustellgebiet der NWZ gehört.

Mit Moped auf Tour

An seine ersten Touren im Jahr der Mondlandung (1969) kann sich von Minden noch gut erinnern. „Dreimal war ich mit meinem Vorgänger unterwegs, dann hatte ich mir alle Briefkästen gemerkt“, sagt von Minden, der am Dienstag in einer Feierstunde im Etzhorner Krug für seine 40-jährige zuverlässige und gewissenhafte Arbeit ausgezeichnet wurde.

Von Mindens Tag beginnt früh. „Um halb drei stehe ich auf. Aber ich komme aus der Landwirtschaft, da ist man an das frühe Aufstehen gewöhnt“, sagt von Minden, der bis 1977 die NWZ per Moped zustellte.


Seither ist er auf vier Rädern unterwegs und trifft in der Zustellzeit äußerst selten auf Zeitzeugen. „Das ist eher Ausnahme. Es sind meistens Leute, die frühmorgens von einer Feier nach Hause kommen.“

Dass von Mindens Arbeit im Laufe der Jahre nicht „leichter“ geworden ist, das kann der 74-Jährige schnell erklären. „Die NWZ ist nicht nur umfangreicher, sondern auch viel farbiger geworden.“

Familienanzeigen zuerst

Das Studium seines Leib- und Magenblattes ist für Hans-Heinrich von Minden Ehrensache. Und auch in der Reihenfolge der Lektüre ist er sich seit mehr als vier Jahrzehnten treu geblieben. „Zuerst lese ich die Familienanzeigen – und dann alles aus der Wesermarsch.“