Cappeln - Mit Flugblättern und Gesprächen hat der Kreislandvolkverband Cloppenburg auf dem Rasthof Cappeln-Hagelage an der A 1 Lkw-Fahrer und Urlauber auf die Gefahren der immer weiter nach Westeuropa vorrückenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufmerksam gemacht. Mit der Aktion, die auch beim Landvolkverband Vechta und insgesamt niedersachsenweit läuft, will das Landvolk verhindern, dass die Seuche in Deutschland und in Niedersachsen Einzug hält. Der Info-Flyer ist auf polnisch, rumänisch, litauisch und in weiteren sechs Sprachen verfasst.

„Die ASP ist für Menschen ungefährlich, doch für Schweine und Wildschweine ist dieser hochansteckende und anzeigepflichtige Virus tödlich“, sagte Bernhard Suilmann, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands Cloppenburg. Übertragen wird die ASP durch einen Kontakt von Tier zu Tier oder indirekt durch Kontakt zu virusbehafteten Personen, Kleidung, Futtermitteln, Schlacht- oder Speiseabfällen, Nahrungsmitteln, Gülle/Mist sowie sonstigen Gerätschaften oder Fahrzeugen.

Die mitgebrachte Salami aus Ungarn kann zum Beispiel das Virus enthalten. Das ist für Menschen ungefährlich, aber der am Rastplatz entsorgte Wurstrest stellt eine Nahrungs- und somit Verbreitungsquelle für Wildschweine dar.

„Deshalb informieren wir“, sagte Bernhard Suilmann: „Es gilt zu verhindern, dass das Virus sich aufgrund des stetigen Transitverkehrs auf diesen Wegen ausbreitet.“

Der Vorsitzende des Kreislandvolkverbands Vechta, Dr. Johannes Wilking, ergänzt: „In unserem Landkreis gibt es durch die A1 einen besonders hohen Transitverkehr und als Veredlungsregion wären wir durch einen Ausbruch besonders stark betroffen.“


Trotz größerer Bemühungen der Pharmaindustrie gibt es gegen ASP keinen Impfstoff. Das Einschleppen des Virus nach Niedersachsen hätte somit fatale Folgen für die hiesige Landwirtschaft.