CAPPELN - Sein 60-jähriges Bestehen hat der Landfrauenverein Cappeln-Schwichteler mit einem attraktiven Programm gefeiert. Bei „Varelmann“ trafen sich mehr als 50 Frauen, um bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem Rückschau zu halten. Es gab eine Film- und Fotovorführung sowie Sketche einer Sevelter Theatergruppe.
Vorsitzende Ursula Brokamp charakterisierte die Landfrauenvereine als Interessenvertretungen für Frauen im ländlichen Raum, in denen Frauen aus vielen Berufs-zweigen organisiert seien. Immer mehr nähmen Frauen wichtige Funktionen in der Einkommenssicherung ihrer Familien ein. Das gelte für die Bäuerinnen, die im landwirtschaftlichen Betrieb berufstätig seien ebenso, wie für andere Frauen, die ihrem erlernten Beruf nachgingen, sagte sie in ihrer Festrede.
Der Landfrauenverein Cappeln-Schwichteler wurde am 11. Juni 1948 als erster im Landkreis Cloppenburg gegründet. Zunächst waren nur 25 Bäuerinnen im Landfrauenverein Cappeln-Schwichteler organisiert. Die erste Vorsitzende war Berta Weßjohann aus Bokel. Vier Jahre später übernahm Maria Stenkhoff aus Mintewede den Vorsitz. Der Verein wuchs, und pro Jahr gab es zwei bis vier Versammlungen bei „Jaspers“.
1960 trat Paula Götting aus Tenstedt die Nachfolge von Stenkhoff an. Im Laufe der folgenden Jahre wurden immer mehr Frauen aus nichtlandwirtschaftlichen Berufen aufgenommen.
In der Mitgliederversammlung 1982 fand wiederum ein Vorstandswechsel statt. Irmgard Reinke aus Bokel übernahm die Vereinsführung. Im März 1991 wählte man Maria Weever zur Vorsitzenden. 1998 folgte Margret Suding, und im März 2005 übernahm Ursula Brokamp aus Tenstedt den Vorsitz.
Nach Aussage der Vorsitzenden ist es auch das Ziel des Vereins, die Landfrauen fit zu machen für die Herausforderungen der Gesellschaft sowie für die verschiedenen Ebenen des öffentlichen Lebens. Dabei solle aber auch die Pflege der Geselligkeit nicht zu kurz kommen. „Schon immer waren Landfrauen unermüdlich aktiv, traditionsbewusst und aufgeschlossen für nützliche Neuerungen. Das soll auch in Zukunft so bleiben“, betonte die Vorsitzende zum Schluss ihres Berichts.
