Cappeln - Den Haushalt 2013 haben die Mitglieder des Cappelner Gemeinderats am Freitag bei ihrer Sitzung im Saal Varelmann (Cappeln) beraten. Rund eine Million Euro fallen unter den Punkt Erschließungsmaßnahmen.
Der größte Posten ist der Ausbau der Bokeler Straße: 755 000 Euro für die Gemeinde und 242 400 Euro für die Anlieger im ersten Bauabschnitt. Für den Ausbau mit einem Gesamtvolumen von 1 255 000 Euro steuert der Landkreis als Kostenträger der Kreisstraße 500 000 Euro bei.
Die von Frank Garling (SPD) geforderte zusätzliche Ampel (15 000 Euro) am Einmündungsbereich Heidskeweg wurde mehrheitlich abgelehnt. Eine dort eingeplante Querungshilfe (25 000 Euro) und eine Ampel an der Kreuzung Brookstraße ergäben mit dem beidseitigen Fuß- und Radweg ausreichende Sicherheit, hieß es. Garlings Einwand, die Verkehrsunfallkommission fordere anstelle von Querungshilfen Ampelanlagen, wurde mittels „Leerrohr für eine spätere Einrichtung der Ampel“ berücksichtigt.
Traditionell enthielt sich FDP-Ratsherr Clemens Poppe bei der Abstimmung über die Zahlung an den Zweckverband Ecopark in Höhe von 303 565,50 Euro. Für Straßeninstandsetzungen werden 140 000 Euro im Haushalt eingeplant. Unter der Rubrik „sonstiger Straßenbau“ schlagen mit rund 790 000 Euro die Straße „Im Siehenfelde“, der Radweg an der Lüscher Straße mit 250 000 Euro und die Taubenstraße mit 150 000 Euro im ersten Bauabschnitt zu Buche. Dem Wunsch einiger Anlieger nach dem Ausbau der Straße „Im Siehenfelde“ auf der gesamten Länge auf 6,5 Meter Breite plus einem Radweg mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1,8 Millionen Euro kommen Zuschüsse der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) in Höhe von rund 870 000 Euro zugute.
Ferner gab die Gleichstellungsbeauftragte Birgit Thole einen Zwischenbericht über ihre in diesem Jahr aufgenommene Arbeit ab. Und die Ratsmitglieder zogen mehrheitlich einen Schlussstrich unter der Mitgliedschaft in der Energienetze Nordwest (ENW).
Abschließend übergab Bürgermeister Reinhold Grote als Anerkennung für den ersten Platz beim bundesweiten Wettbewerb „Landwirtschaftliches Bauen“ den Eheleuten Agnes und Benno Klostermann eine Urkunde und einen Präsentkorb. Sie hatten mit ihrem Konzept des „Gläsernen Stalles“ die Jury überzeugt.
