CAPPELN - CAPPELN/IRM - Präzisionsarbeit war gestern bei der Firma „Edelstahl Anlagenbau Cappeln“ (EAC) gefragt. Und das nicht nur wie gewohnt in der Halle, sondern vor allem am Hallentor. Ein zwölf Tonnen schwerer Filter hat per Schwertransporter seine Reise von Nutteln nach China angetreten, wo das nach Angaben der Geschäftsinhaber „Meisterwerk des Stahlanlagenbaus“ an ein Unternehmen in der Chemiebranche ausgeliefert wird.
Der Fahrer des Vechtaer Transportunternehmens fädelte den gut zehn Meter langen, 6,30 Meter breiten und 4,50 Meter hohen Koloss am Nachmittag durch den Hallenausgang. Die Fahrt zum Hamburger Hafen durfte der Schwertransport allerdings erst um 22 Uhr antreten, um den anderen Verkehr möglichst wenig zu behindern. Rund 80 Kilometer legt er in der Stunde zurück.
Den von einem Kölner Büro konstruierten Filter hat EAC gemeinsam mit der Firma W&M gebaut. Die nahe beieinander gelegenen Unternehmen kooperieren im Behälter-, Rohrleitungs- und Filterbau für Chemie- und Umwelttechnik.
Die W&M-Geschäftsführer Josef Wendel und Gerd Meyer sind seit fast zwei Jahrzehnten im Bereich der Stahlbearbeitung tätig, die auf Edelstahl spezialisierten EAC-Geschäftsführer Manfred Brinkmann und Ludger Holthaus sorgen für den Ablauf von der Fertigungsplanung bis zur Auslieferung. EAC beschäftigt elf Mitarbeiter, W&M hat 25 Arbeitskräfte.
Der Stolz auf den erfolgreichen Abschluss des Großprojektes war den Firmenchefs gestern anzumerken. Fast vier Wochen haben die Arbeiten an dem Riesen-Filter gedauert.
Im Hamburger Hafen wird er nun in Folie eingeschlagen und in eine Holzkiste verpackt, damit er sicher in China ankommt.
