Oldenburg - Der Oldenburger Foto- und Onlinedruck-Spezialist Cewe ist gut ins Jahr 2015 gestartet – wenn man bedenkt, dass das erste Quartal angesichts relativ schwach ausgelasteter Kapazitäten traditionell Verluste beschert.

Das börsennotierte Unternehmen reduzierte den Betriebsverlust (Ebit) bis März leicht von minus 4,2 Millionen Euro vor einem Jahr auf nun minus 3,5 Millionen Euro, wie die Cewe Stiftung & Co. KGaA am Dienstag mitteilte. Und darin sei bereits eine Million Euro für die Schließung eines Call-Centers in Dresden und die Restrukturierung des Einzelhandels in Polen enthalten.

Nach Steuern steht ein Verlust von 3,6 (4,2) Millionen Euro. Dieser wird üblicherweise vor allem im Schlussquartal ausgeglichen und deutlich überkompensiert.

Trotz Verlusten blieb Cewe im ersten Quartal auf Wachstumskurs. Der Umsatz wuchs auf 106,8 (vor einem Jahr: 103) Millionen Euro.

Im Bereich Fotofinishing stieg der Umsatz auf 75,5 (70,2) Millionen Euro, wobei die Zahl der Fotobücher nochmals gesteigert werden konnte: auf 1,16 (1,14) Millionen Euro. Der kommerzielle Online-Druck als zweite Hauptsparte legte auf 17,9 (16,3) Millionen Euro zu, während der Einzelhandel auf 13,4 (16,4) Millionen Euro schrumpfte. Die Betriebsverluste verteilen sich mit jeweils mehr als einer Million Euro auf alle drei Sparten.


Vorstandschef Dr. Rolf Hollander meinte: „Insbesondere das Wachstum im Fonofinishing und im kommerziellen Onlinedruck zeigen, dass wir auf dem besten Weg sind, unsere Jahresziele zu erreichen.“ Als Gewinn werden 20 bis 24 Millionen Euro (2014: 21,4 Millionen Euro) angepeilt. Ab 2016 soll auch in dem jungen Geschäftsbereich des kommerziellen Onlinedrucks ein positiver Ergebnisbeitrag erwirtschaftet werden.

Am 3. Juni findet die Hauptversammlung in der Oldenburger Weser-Ems-Halle statt. Eine Erhöhung der Dividende gilt – wie berichtet – als ausgemacht. Vorgeschlagen sind 1,55 Euro je Aktie, nach 1,50 Euro zuvor.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)