Oldenburg - Wenn am 3. Juni die Aktionäre der Oldenburger Foto- und Onlinedruck-Gruppe Cewe in der Weser-Ems-Halle zur Hauptversammlung zusammenkommen, dürfte die Stimmung recht gut sein: Den Anteilseignern winkt die bereits sechste Dividendenerhöhung in Folge (um fünf Cent auf 1,55 Euro je Aktie) – und Vorstandsvorsitzender Dr. Rolf Hollander deutete im Interview mit der NWZ an, dass er mit einer Fortsetzung der günstigen Entwicklung rechnet.
„Auf allen operativen Ergebnisebenen“ werde 2015 gegenüber den Zielwerten von 2014 „ein um zwei Millionen Euro erhöhter Ertrag“ angepeilt, hieß es. 2014 hatte das operative Ergebnis (Ebit) 32,6 (2013: 28,9) Mio Euro erreicht.
Cewe, gerade mit dem Markensiegel „Superbrands Germany“ ausgezeichnet“, präsentierte am Mittwoch die Bilanz für 2014. Wesentliche Zahlen waren bereits bekannt.
Die Cewe Stiftung & Co. KGaA setzt demnach auch 2015 auf Dynamik im kommerziellen Online-Druck (Werbedrucksachen, Flyer usw.). Nach 18 Prozent Umsatzwachstum (auf 70,5 Mio. Euro) zuvor soll die „potenzialstarke“ Sparte erneut zweistellig zulegen. Getragen werde ihre Expansion von der „hohen Ertragskraft des Fotofinishing“ (Umsatz plus 2,8 Prozent auf 386 Mio. Euro).
Der kommerzielle Onlinedruck steht bei Cewe bereits für rund ein Sechstel der Erlöse, hier hatten die Oldenburger 2012 die Online-Druckerei Saxoprint zugekauft und auch seither kräftig zugelegt. Laut Bilanz soll in weitere EU-Staaten expandiert werden.
Den Löwenanteil des Geschäfts macht Cewe weiter mit Fotoprodukten. Auch Produkte wie Fotobücher und Kalender legen zu. Immer wieder gelingt es offenbar, hier die Margen zu vergrößern.
So ist die Fotosparte zentraler Gewinnbringer (Ebit plus 7,2 Prozent auf 38,4 Millionen Euro), während der Online-Druck 2014 noch knapp drei Millionen Euro im Minus lag – auch wegen hoher Anlauf- und Werbekosten (operativ: minus rund 500 000 Euro). Ab 2016 wird ein positiver Ergebnisbeitrag angepeilt.
