Die Zahlen sind keine guten: Die Einwohner der Wesermarsch werden weniger. Und 2017 – das, für das nun die offiziellen Zahlen des Statistischen Landesamtes vorliegen – ist leider kein Ausnahmejahr. Seit Jahren sinkt die Zahl der Wesermärschler. Zuletzt 2010 lag deren Anzahl bei über 90.000.
Und noch etwas zeigen die Zahlen: Der Anteil der Älteren ist hier deutlich höher als in vielen anderen Kreisen der Region, der der Jüngern geringer. Für beides liegt eine Erklärung in der Randlage und ländlichen Struktur des Landkreises. Offenbar fehlt es an Anreizen, in jungen Jahren in der Wesermarsch zu bleiben.
Es gibt aber auch gute Nachrichten, die sich aus der Statistik ablesen lassen: Offenbar ist die Wesermarsch für Menschen von auswärts attraktiv. Bei einem Geburtendefizit von 413 lässt sich das Minus im Einwohnersaldo von „nur“ 260 nur so erklären: Menschen sind zugezogen. Hochspezialisierte Arbeitgeber sorgen dafür.
Also, nicht nur auf die schlechten Zahlen schauen, sondern die Chancen sehen. Man muss die Vorzüge der Wesermarsch einfach (noch) mehr hervorheben. Dann lassen sich die Zahlen über Zuzüge vielleicht noch weiter verbessern.
