CHARLOTTENDORF-WEST - Der alte Betreiber war auch der günstigste. Ab Freitag können Grünabfälle entsorgt werden.
Von Werner Fademrecht
CHARLOTTENDORF-WEST - Der Verein „Arbeit und Umwelt“ und die Gemeinde Wardenburg haben für 2007 einen neuen Vertrag über den Betrieb der Kompostierungsanlage in Charlottendorf-West abgeschlossen. Damit ist gesichert, dass ab Freitag, 2. März, dort wieder Grünabfälle und Strauchgut abgegeben werden können.Der alte Vertrag war vom Verein in 2006 gekündigt worden, nachdem klar war, dass er künftig keine Zuschüsse vom Arbeitsamt Oldenburg erhalten wird. „Arbeit und Umwelt“, auch Betreiber des Wardenburger Wertstoffhofs, sah sich daraufhin gezwungen, sein Finanzierungs- und Beschäftigungskonzept neu auszurichten – die NWZ berichtete.
Die Gemeinde Wardenburg schrieb daraufhin – wie gesetzlich verpflichtet – den Auftrag landkreisweit öffentlich aus. Insgesamt landeten bis zum Ende der Frist drei Angebote im Rathaus, darunter auch ein neues des alten Betreibers. „Arbeit und Umwelt“ habe sich trotz einer höheren Kalkulation als im alten Vertrag als der günstigste Anbieter erwiesen und deshalb den Zuschlag erhalten, bestätigt Bürgermeisterin Martina Noske.
Nach Angaben von Eckhardt Hildebrandt, 1. Vorsitzender des Vereins, erhält „Arbeit und Umwelt“ in 2007 eine jährliche Pauschale von 19 500 Euro, 4500 Euro mehr als zuvor. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verein als Auftragnehmer, die Anlieferung von Grünabfällen für die Gemeinde kostenfrei zuzulassen. Gleiches gilt auch für Orts- und Bürgervereine, die im Auftrag der Gemeinde tätig sind sowie für Pflegepatenschaften, die Grünabfälle aus gemeindlichen Beeten entsorgen möchten. Die Gemeinde kann ferner ihren Eigenbedarf an Kompost kostenlos über die Anlage in Charlottendorf-West sicherstellen, sofern eine Menge von 50 Kubikmetern nicht überschritten wird.
Neben der jährlichen Pauschale finanziert der Verein den Betrieb der Kompostierungsanlage mit dem Verkauf von Schreddergut und durch Gebühren für die Annahme von Abfällen. Im Jahr 2006 sind nach Angaben des Vereins 1500 Kubikmeter Grünabfälle (Blätter, Gras) und 1100 Kubikmeter Strauchabfälle (Äste, Baumstämme) entsorgt worden. Es sei gelungen, auf dem Wertstoffhof und der Kompostierungsanlage drei Vollzeitstellen für Wardenburger zu erhalten, zeigt sich Hildebrandt zufrieden. Zusätzlich würden vier Teilzeitbeschäftigte Angebote wie z.B. den Flohmarkt aufrechterhalten. „Als nächstes wollen wir versuchen, ein Vermarktungssystem für den Wardenburger Kompost aufzubauen“, kündigt Hildebrandt an.
