Berichte über das Carré Cloppenburg

Der Baustart des Soeste-Carré steht schlussendlich unmittelbar bevor, war zu lesen – wie ist es schön!

Da muss ich mich doch ernsthaft fragen, ob man aufgrund der Vorfreude den Blick für das Alltägliche verloren hat? Unsere Straßen befinden sich seit Monaten in einem erbärmlichen Zustand. Schlaglöcher, die man bald als 1-Zimmerwohnung vermieten kann, zieren unsere Hauptstraßen (Beispiel Ampelkreuzung Löninger Straße, Abbiegespur Fritz-Reuter-Straße).

(...) Mal unabhängig davon, dass auf unseren Hauptverkehrswegen in und um Cloppenburg täglich absoluter Ausnahmezustand herrscht – wie erklärt man den Bürgerinnen und Bürgern die Unfähigkeit oder den Unwillen, diese ewigen Missstände beheben zu wollen? Manche Dinge werden halt zur Chefsache proklamiert, um sich eventuell ein Denkmal setzen zu können – „bleibenden Eindruck hinterlassen“, möchte man wohl. Anders ist diese Ignoranz nicht nachvollziehbar.

Was hat die Carré-Debatte wohl an Geld und Zeit verschlungen? Ein Einkaufszent-rum, was angeblich Massen nach Cloppenburg mobilisieren soll (wir werden sehen), die dann aber auf dem Weg dorthin entweder in Schlaglöchern stecken bleiben oder im Verkehrschaos. (...)

Seit Jahren werden in Cloppenburg bewusst unangenehme Themen verschleppt und ausgesessen. Um ein weiteres Beispiel zu nennen, frage ich, warum die fachgerechte Sanierung der Toiletten in der St.-Andreas-Grundschule (...) immer noch nicht erfolgt ist – sie wurde im neuen Haushalt schlichtweg „vergessen“, obgleich sich Dr. Wiese (...) von den unzumutbaren Gegebenheiten persönlich überzeugte. Einen Antrag solle man doch mal stellen, das gehe doch so nicht! Der Mann hat nicht nur Visionen, sondern auch noch gute Ratschläge parat!


So könnte man endlos weitermachen (Krankenhaus, Krippenplätze …), schon schlimm, dass man die gewählten Bürgervertreter immer wieder an ihre eigentlichen Aufgaben und Versprechen erinnern muss (...).

Thorsten Persigla 49 661 Cloppenburg