Peking - Die chinesische Wirtschaft überrascht mit starkem Wachstum: Im ersten Quartal legte die zweitgrößte Volkswirtschaft um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

Der Sprecher des Statistikamtes, Mao Shengyong, sprach am Montag von einem „prächtigen Start“ ins Jahr. Die Produktion sei robust, der heimische Konsum stark, und die Exporte erholten sich. Angesichts der hohen Anlageinvestitionen und Kreditvergabe zur Ankurbelung der Konjunktur kritisierten ausländische Experten allerdings „eine Rückkehr zum alten, investitionsgetriebenen Wachstumsmodell“.

Nach den auch schon überraschenden 6,8 Prozent im letzten Quartal 2016 legte die chinesische Wirtschaft damit noch einmal zu. Für dieses Jahr hatte die Regierung eigentlich ein niedrigeres Wachstumsziel von „rund 6,5 Prozent“ vorgegeben. Im vergangenen Jahr war Chinas Wirtschaft um 6,7 Prozent gewachsen – so langsam wie seit 26 Jahren nicht mehr.

„Die Lage ist optimistischer als die Erwartungen“, sagte Zheng Chaoyu, Wirtschaftsprofessor der Volksuniversität (Renmin Daxue) in Peking. Schon im letzten Quartal 2016 sei die Entwicklung überraschend gut gewesen. „Das war ein ziemlich guter Start und eine gute Vorbereitung für dieses Jahr.“