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Starke Nachfrage bei Citipost Immer mehr Chefs schicken Mitarbeitern ein Paket nach Hause


Vor Weihnachten und wegen Corona besonders viele Aufträge: Henrik Kirchhoff (links) und Dennis Gabriel von der Citipost in Oldenburg. 
Torsten von Reeken

Vor Weihnachten und wegen Corona besonders viele Aufträge: Henrik Kirchhoff (links) und Dennis Gabriel von der Citipost in Oldenburg.

Torsten von Reeken

Oldenburg - Die Frauen und Männer, die an die Haustür kamen, um das Paket ihres Arbeitgebers in Empfang zu nehmen, staunten nicht schlecht: Der Chef, ein Mittelständler aus der Region, hatte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Weckglas mit Grünkohl zukommen lassen – als Dankeschön für ihr Engagement. Das Grünkohl-Glas kam mit der Citipost (Oldenburg), die zur NWZ-Mediengruppe gehört. Da kam Freude auf. „Unsere Zusteller bekamen sehr positive Reaktionen“, sagt Henrik Kirchhoff (31). Er leitet den Bereich „Kurier, Express, Paket“ (KEP).

Wachsender Markt

Pakete der Firmen an die eigenen Beschäftigten in der Vorweihnachtszeit – das sei für die Citipost ein stark wachsender Markt, erklärt Dennis Gabriel (41) als Leiter Logistik. Ihr Anteil an den zugestellten Paketen (2020 wohl 125 000) wachse. Dies trug dazu bei, dass sich aktuell die Zahl der Pakete gegenüber „normalen“ Monaten wie September etwa vervierfache, freut sich Dennis Gabriel. Üblich sei eher eine Verdoppelung.

„In den vergangenen Wochen kamen Dutzende Anfragen wegen Belegschafts-Paketen“, sagt Gabriel – und da spiele auch Corona eine Rolle. Einerseits wollten viele Unternehmen gerade in diesem Jahr ihren Mitarbeitern auch im Homeoffice eine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Zudem hätten aber auch zahlreiche Beschäftigte ihrem Arbeitsplatz wegen Corona-Maßnahmen plötzlich fernbleiben müssen – ohne ihre Arbeitsgeräte mitgenommen zu haben. Citipost bekommt dann immer häufiger Aufträge dafür, etwa Laptops, große Bildschirme oder Headsets in der Firma abzuholen nach Hause zu bringen, damit dort gearbeitet werden kann. Insgesamt stehen im „KEP“-Bereich rund 80 Mitarbeiter mit etwa 40 Fahrzeugen bereit.

Wie geht man als Firma vor?

Geht es um kleine Aufmerksamkeiten für die Mitarbeiter, wird meist so vorgegangen: Der Produzent/Lieferant bringt die Geschenke per Palette zu den Unternehmen, und dort werden dann die Pakete gepackt und von Citipost abgeholt. Oder aber die Ware wird an Citipost geliefert und die übernimmt dann auch die Kommissionierung. Da geht es dann schon mal um 600 Weihnachtsmänner aus Schokolade, um Lego-Bausätze oder Stuten. Solche Leistungen aus einer Hand sind bei Citipost üblich. Citipost Nordwest war 2005 im Zuge der Postmarktöffnung gestartet. Bald darauf war man fest im Markt etabliert. Schon nach zehn Jahren wurden mehr als 30 Millionen Sendungen jährlich bearbeitet. Heute sind es etwa 40 Millionen, erläutert Citipost-Geschäftsführer Jan Fitzner. Citipost war schnell viel mehr als ein Briefdienstleister. Dutzende Dienstleistungen sind im Angebot – darunter Kuvertieren, Lagerung, Kommissionierung und Versand von Waren – und natürlich auch Kurier-, Express- und Paketdienste. Aktuell profitiert man auch vom Trend zum Online-Einkauf.

Mehr Online-Einkäufe

Da geht es etwa um das Bünting-Portal „mytime.de“, um regionale Lebensmittel von „meinmarktstand.de“ oder auch Produkte vom nwz-Shop. Bei den vielen Paketen gehe es oft nicht nur um die reine Zustellung von Waren, erzählen Henrik Kirchhoff und Dennis Gabriel. Gerade in diesen Zeiten freuten sich viele Menschen, wenn jemand klingele und etwas abliefere – das werde gern auch als Wertschätzung empfunden.

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