CLOPPENBURG - Das Stapelfelder Umweltzentrum vermittelte zahlreiche Denkanstöße zum Klimaschutz. Auch für die Kinder und Jugendlichen gab es etliche Mitmach-Angebote.
Von Sigrid Lünnemann
CLOPPENBURG - In Zeiten steigender Rohstoffpreise und zunehmender Klimaveränderungen durch den Treibhauseffekt hat das Umweltzentrum Stapelfeld gestern bei einem „Tag der offenen Tür“ einige Denkanstöße vermittelt. Unter dem diesjährigen Motto „Prima fürs Klima?!“ stand auch die Kooperation mit dem Stromanbieter EWE NaturWatt GmbH.Auf Fragebögen konnten die Besucher angeben, mit welchen Verkehrsmitteln sie nach Stapelfeld angereist waren und welche Entfernung sie dabei zurückgelegt hatten. EWE NaturWatt berechnete die dadurch entstandene Kohlendioxidbelastung und pflanzt dafür in der Nähe von Rotenburg/Scheeßel eine entsprechende Menge Bäume. Dadurch soll der „Tag der offenen Tür“ kohlendioxid-neutral veranstaltet werden. Mit dieser Aktion wollten die Veranstalter den Besuchern vermitteln, dass jeder Einzelne zur Umweltbelastung beiträgt und dass er sich jedoch auch aktiv für den Umweltschutz einsetzen kann.
Zum Umweltschutz gehört allerdings auch der Schutz der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt. Umweltlehrer Werner Clausing erläuterte den Besuchern das hochkomplexe Verhalten innerhalb eines Bienenvolkes. Er bemühte sich, den großen und kleinen Besuchern die Angst vor Bienen und Hornissen zu nehmen. „Das sind eigentlich ganz friedliche Tiere. Sie werden nur aggressiv, wenn sie sich oder ihr Nest bedroht fühlen“, erklärte er den Besuchern. An einem Stand konnte der An- und Abflug der Hornissen aus nächster Nähe betrachtet werden. Nicht nur die Kinder wunderten sich über das laute Surren, das aus dem Hornissennest drang.
Eine Bienentanz-Uhr brachte Prof. Dr. Reiner Ehrnsberger von der Hochschule Vechta als neues Ausstellungsstück mit. Mit Hilfe dieser Uhr kann berechnet werden, wo die eintreffenden Bienen neue Futterquellen gefunden haben. Kehrt eine Biene von der Futtersuche in ihren Bienenstock zurück, zeigt sie den anderen Bienen mit Hilfe des Schwänzeltanzes an, wo lohnende Nektarquellen zu finden sind. Durch die Lage und die Dauer dieses Tanzes kann anschließend mit Hilfe der Bienentanz-Uhr der Standort der Futterquelle auf einer Landkarte genau ermittelt werden.
Aber auch Stände mit dekorativen Gartenaccessoires, Naturkosmetik, frisch geräuchertem Aal und verschiedensten Stauden boten etwas für jeden Geschmack. Die Kinder drängten zu den Mitmach-Aktionen, wo sie einen Glücksbringer aus Speckstein schliffen, Strohtiere bastelten oder Sandbilder gestalteten.
