CLOPPENBURG - Behinderte kosten nicht nur, die leisten auch etwas: Das machte der Geschäftsführer des Caritas-Vereins Altenoythe, Michael Bode, am Freitag im Cloppenburger Kreishaus deutlich. Anlässlich der Eröffnung der Kunstausstellung mit dem Titel „Ich will so arbeiten wie ich bin“, in der Menschen mit Behinderungen aus den Werkstätten rund 80 Bilder und Plastiken zeigen, sagte Bode: „Wir arbeiten für Stalleinrichter, Werften oder für die Torfindustrie und wir glänzen dort durch Qualität.“ Insgesamt 800 Menschen seien in den Werkstätten im Landkreis Cloppenburg beschäftigt.

„Ihre zumeist farbenfrohen Werke strahlen sehr viel Lebensfreude aus und verleihen unserem Kreishaus einen besonderen Glanz“, sagte Landrat Hans Eveslage. Die Ausstellung war zugleich Anlass, um über die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in das Erwerbsleben zu sprechen. „Die Teilhabe am Arbeitsleben ist bei uns ein wichtiger Bereich“, sagte Pfarrer Leo Simon, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Caritas-Vereins. Die Integration von Menschen mit Behinderungen sei aber häufig von der wirtschaftlichen Gesamtsituation beeinflusst, so Simon weiter.

„Wenn Betriebe nicht mitspielen, sind Behinderte auf sich alleine gestellt“, sagte auch Bernd-Fred Heyne von der Arbeitsagentur Vechta. Mehr als 20 000 Menschen arbeiteten in Werkstätten, so Heyne, von ihnen hätten 35 den Sprung auf den „normalen“ Arbeitsmarkt geschafft. Heyne betonte jedoch: „Behinderte haben eine hohe Motivation und viele Fähigkeiten, die sie gleichberechtigt mit Nichtbehinderten arbeiten lassen.“ Vor allem der Anteil von Menschen mit psychischen Behinderungen nehme stark zu, so Heyne weiter.

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten Mark und Max Trippel (Löningen).