Cloppenburg - Bodenständig, familienfreundlich, jung, attraktiv – mit Attributen dieser Art möchte das Oldenburger Münsterland gerne in Verbindung gebracht werden – wird es aber derzeit nicht. Landrat Johann Wimberg, Präsident des Verbundes Oldenburger Münsterland, ist sich sicher: „Nichts ist besser geeignet, uns ein Bild von einem Land oder einer Region zu machen, als ein touristischer Aufenthalt.“ Wie man aber vor allem mehr Touristen ins Oldenburger Münsterland bekommt, darüber haben sich 75 Vertreter regionaler Tourismusverbände und touristischer Leistungsträger am Mittwochabend im Kreishaus Cloppenburg informiert. Vorgestellt wurde das neue Tourismusmarketing des Verbundes Oldenburger Münsterland (OM) und der regionalen Erholungsgebiete.
Boris Niemann von der Agentur Stockwerk2 und Claus Spitzer-Ewersmann von der Agentur Mediavanti stellten Planung und Umsetzung der neuen Dachmarkenstrategie vor, zeigten Möglichkeiten zur Mitwirkung auf und beantworteten die Fragen der Teilnehmer. Verbundpräsident Wimberg betonte die Bedeutung des Tourismus für das angestrebte Ziel, „die Bekanntheit des Oldenburger Münsterlandes deutlich zu steigern und sein Bild in der Öffentlichkeit entscheidend zu verbessern“: Unter Hinweis auf die deutlich höheren regionalen Übernachtungszahlen im Juli und August stellte er klar: „Auch wenn wir immer noch eine vergleichsweise kleine Ferienregion sind – wir sind eine Ferienregion!“
Niemann verwies auf die zentralen Erkenntnisse der von Prof. Dr. Torsten Kirstges erarbeiteten Bekanntheits-, Image- und Markenstudie für das Oldenburger Münsterland: „Das Image einer Region hat einen Einfluss darauf, ob Menschen gerne in ihr leben und arbeiten möchten.“ Wenn also dem akuten Fachkräftemangel begegnet werden solle, müsse angesichts des Wettbewerbs der Städte und Gemeinden an der Reputation des Oldenburger Münsterlandes gefeilt werden. „Wir müssen die Menschen von den Vorzügen und den Besonderheiten der Region überzeugen und sie dabei auf zeitgemäße Weise ansprechen.“
Für die zurzeit entstehenden neuen Online- und Printmedien sei man auf der Suche nach Themen mit Überraschungspotenzial, ergänzte Spitzer-Ewersmann: „Wir wollen den Blick auf die vielfach eher unbekannten Seiten des Oldenburger Münsterlandes lenken.“
Niemann kündigte an, dass ein erster Teil der neuen Online-Präsenz Ende September freigeschaltet werde. Weitere Bereiche folgten 2018. Parallel rücke die Produktion verschiedener Magazine in den Mittelpunkt. Abschließend ermunterte Verbundpräsident Johann Wimberg die Touristiker, ihre Ideen weiter in den Prozess einzubringen.
