Cloppenburg - Einen Förderscheck in Höhe von 7100 Euro aus Mitteln des Lotteriespiels „Sparen+Gewinnen“ haben Volker Raker, Regionaldirektor Privatkunden, und Frank Naber, Regionaldirektor Firmenkunden Cloppenburg/Friesoythe der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), Vertretern der Schuldnerberatung der Diakonie in Cloppenburg überreicht. Seit Jahren unterstützt der Sparkassenverband Niedersachsen die Schuldnerberatungsstellen der Diakonie, damit sich Menschen an eine Beratungsstelle in der Nähe wenden können. Bei persönlichen Problemen und Fragestellungen kann die Diakonie besser unterstützen als Geldinstitute. Das wissen die Banker.

Für die Ratsuchenden sei das Angebot der Diakonie unverzichtbar, hieß es. Betroffene seien verängstigt, wenn in Mahnungen schon für kleinere Beträge der Besuch des Gerichtsvollziehers, Vollstreckungsbescheide und Haftstrafen angedroht würden.

Nach Zahlen des Bundesamtes für Statistik sind fast die Hälfte (48,6 %) der Verbindlichkeiten von Schuldnern in der Beratung Forderungen, die Inkassobüros aufgekauft haben. Dazu kommen Handyschulden (43 %), geplatzte Ratenkredite (34 %), überzogener Dispo (30 %), Versicherungen (29 %) und Energieschulden (23 %).

Die Überschuldung nimmt zu: Das stellen auch die Berater der Diakonie im Oldenburger Münsterland fest. Bei vielen Betroffenen verbinden sich weitere Probleme mit der aussichtslosen finanziellen Situation. Schuldnerberater helfen, Ordnung in die private Buchhaltung zu bringen. Sie machen Mut und zeigen Wege aus der Schuldenfalle.

„Die Überschuldung privater Haushalte ist ein drängendes, aber oft unsichtbares Problem. Überschuldung ist verbunden mit Armut und Ausgrenzung. Wer zu viele Schulden hat, braucht Hilfe, damit er sich wieder aus eigener Kraft unterhalten kann“, wissen die Schuldnerberater. Für manche Betroffene ist daher ein Verbraucherinsolvenzverfahren der letzte Ausweg, um aus der Schuldenfalle herauszufinden.


Meist entsteht Überschuldung bei Einschnitten im Lebenslauf. Bei jedem Zweiten ist Arbeitslosigkeit ein Auslöser für Überschuldung. Krankheit, Scheidung oder Trennung führen ebenfalls in die finanzielle Notlage. Fast jeder Zweite hat dann weniger als 900 Euro netto. Also weniger als das Existenzminimum, berichtet das Statistische Bundesamt.