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Frühlings-Aktion „Schwiegermutter-Patt“ wird noch verlegt

CLOPPENBURG - Die Pflanzen blühen, der Quellstein sprudelt, und mitten auf dem Rasen laden Tisch und Stühle dazu ein, den umgestalteten Garten von Familie Klinker auf sich wirken zu lassen. Der Großteil der Arbeit ist geschafft.

Nun soll noch der Bereich neben der Auffahrt ein neues Gesicht erhalten. Dazu, schlägt Gartenexperte Bernhard Aumann vor, soll der kleine Weg in den Garten – „der Schwiegermutter-Patt“, wie ihn Brigitte Klinker liebevoll bezeichnet – in Richtung Haus verlegt werden. Um die Intimität des Gartens ein wenig mehr herauszuheben, empfiehlt Aumann, einige höhere Stauden aus dem hinteren Bereich nach vorne umzupflanzen. Der Clou: Die Pflanzung bringt den „Aha“-Effekt, denn der (Garten-)Besucher sieht erst nach und nach, was ihn im umgestalteten Garten am Nachtigallenweg erwartet.

Im Beet um den Quellstein werden noch einige Gräser gepflanzt. Einen Teil soll das hier bislang wenig bekannte Flammengras zieren. Mit seiner satt-roten Färbung harmoniert es gut mit dem Quellstein und wirkt vor dem grünen Hintergrund intensiv, erklärt Gartenexperte Aumann seine Wahl. Hinter den Stein setzt Aumann weiße Hortensien, die zu einer „Wolke“ zusammenwachsen sollen.

Zwischen die Eisgletscher-Steine, die um den Quellstein herumdrapiert sind, setzt der Gärtner noch Bärenfellschwingel: kleine, unempfindliche Gräser. Den umherschweifenden Blick durch den Garten soll ein Chinaschilf unterbrechen: „Miscanthus sinensis“ in der Sorte Gracillimus. Das werde zum einen nicht zu hoch, zum anderen wuchere es auch nicht so stark wie andere Schilfarten.

Beim Blick auf den Rasen meint Gartenexperte Aumann, dass Familie Klinker dort noch ein wenig Hand anlegen müsste. Rasen – eine Kunst für sich, weiß auch Carsten Höfinghoff, Marketing-Manager in der Aumann-Gruppe. Das Problem: In feuchteren Monaten stehe das Wasser förmlich auf der Grasnarbe, berichtet Werner Klinker. Aumann rät: tief vertikutieren, möglicherweise kann auch eine Bohrung helfen, um das Erdreich durchlässiger zu machen. Einmal im Jahr sollte auch Dünger gestreut werden. Um die wenigen Kahlstellen auszubessern, sollte nachgesät werden.


Dazu sollte der Boden zunächst mit einer Drahtharke richtig aufgelockert werden. Einen Blick sollte man auf die Kennzeichnung der Mischung werfen: Bei Regel-Saatgut-Mischungen (RSM) habe man die Gewähr für eine gute Qualität. Aumann rät zu Festuca.

Mit dem Ergebnis der Gartenaktion der

NWZ

  sind der Experte der „Gärtner von Eden“ und Carsten Höfinghoff sehr zufrieden. „Erstaunlich, alle Pflanzen sind angekommen.“ Auch Werner Klinker hält das Ergebnis für gelungen.
Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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