CLOPPENBURG - Ihre Spürnasen haben am Donnerstagnachmittag 14 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren unter Beweis gestellt. Eingeladen hatte zu der besonderen Stadtführung das Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre.
An der Tourist Information an der Eschstraße erklärte Stadtführerin Hannelore Warmhold den jungen Teilnehmern den Ablauf: Jedes Kind bekam einen Plan über die Strecke, die von der Andreas-Kirche bis zum Stadtpark führte. Auf der Rückseite der Karte waren 14 Fotoausschnitte dargestellt, die die Kinder entsprechenden Standorten in der Stadt zuordnen mussten. Besonders stark vertreten war eine Teilnehmergruppe aus Hamm. Die Kinder verbringen zurzeit eine Familienfreizeit in der Jugendbildungsstätte Calhorn.
„Ihr müsst genau aufpassen“, sagte Hannelore Warmhold. Denn allzu leicht sollte es nicht sein, das Zertifikat „Stadt Meisterdetektiv“ zu erlangen. Bei der ersten Station, der St.-Andreas-Kirche, von der die Kinder zunächst das richtige Foto finden mussten, erfuhren die Nachwuchsdetektive nebenbei viel Wissenswertes über die Geschichte des Gebäudes: Mehr als 800 Jahre alt sei der Turm der Kirche, berichtete Stadtführerin Warmhold – das älteste Mauerwerk der Stadt.
„Ich gehe vor, ihr langsam hinterher und keiner läuft auf die Straße", machte die Stadtführerin deutlich, bevor es zur nächsten Station ging, dem Eberborgbrunnen. Dort referierte sie den historischen Hintergrund, während die Kinder das entsprechende Foto heraussuchten – und einige im Spiel mit dem Wasser ganz vertieft waren.
Weiter ging der Weg durch die Fußgängerzone. Selbst die Begegnung mit den Eltern hielt die kleinen Detektive nicht auf. Die Steele, die an das ehemalige Walhalla erinnert, oder die Apotheke, die einst das Rathaus beherbergte, waren weitere Ziele der Führung. Auch durfte das heutige Rathaus nicht fehlen. Spannend wurde es im Stadtpark: Hier mussten die Schnüffelnasen einen Schatz ausfindig machen. Als sie diesen gefunden hatten, erhielten die Teilnehmer ihr Zertifikat als „Stadt Meisterdetektiv“. „Heute hatte ich eine unruhige Gruppe, hat aber trotzdem wieder Spaß gemacht", sagte Warmhold am Ende.
