CLOPPENBURG - Rund 100 Besucher haben sich am Sonnabend bei der Togo-Fete in der Cloppenburger Münsterlandhalle verloren. Gerade einmal drei Paare tanzten zwischenzeitlich zu der Livemusik der Band „Grace“.
Groß war die Enttäuschung bei der 1. Vorsitzenden des 130 Mitglieder starken Togo-Kreises in der Katholischen Landjugendbewegung (Landesverband Oldenburg), Susanne Tebbe (Visbek), und ihrer Stellvertreterin Kathrin Dasenbrock (Bakum). Schließlich sind die beiden Landjugendlichen andere Zahlen gewohnt – vor der 14. Auflage in Cloppenburg waren sonst immer tausende Besucher zu der alle zwei Jahre stattfindenden Party gekommen.
„Eigentlich sollte die Togo-Fete auf dem Nils-Stensen- Hof in Timmerlage stattfinden. Wir hatten die ganze Planung schon auf diesen Standort festgelegt“, so Tebbe. Bedingt durch den Trägerwechsel bei der Einrichtung (die NWZ berichtete) musste aber schnellstens eine Ersatzlösung gefunden werden.
Anscheinend war die Münsterlandhalle aber nicht der richtige Ersatz – traditionsgemäß geht die Togo-Fete nämlich unter freiem Himmel über die Bühne. „Auch die vielen Schützenfesttermine an diesem Wochenende kamen unserer Veranstaltung nicht entgegen“, sagte Dasenbrock.
Trotz intensiver Werbung in den Landjugendgruppen der Kreise Cloppenburg und Vechta – so wurden die Vorsitzenden persönlich angesprochen und mehr als 400 Plakate verteilt – blieben die Besucher weg.
Seit 37 Jahren gibt es das Togoprojekt. Mittlerweile hat es sich dank der finanziellen Unterstützung aus Deutschland zu einer festen Einrichtung in dem afrikanischen Staat entwickelt. Es arbeiten 17 festangestellte Mitarbeiter in Togo. Deren Aufgabe ist es, die Bewohner über Hygiene, Krankheiten (z.B. Aids) oder landwirtschaftliche Angelegenheiten zu informieren und auch praktische Hilfen zu geben.
Im Laufe der Jahre hat sich ein intensiver Kontakt entwickelt. Besonders die Gastfamilien, die immer wieder Gäste aus Togo aufgenommen hatten, stehen zum Teil noch in engem Kontakt zu den Afrikanern. Es werden regelmäßige Telefongespräche geführt und per E-mail Nachrichten ausgetauscht.
Zurzeit sind wieder drei junge Togolesen zu Gast. In den 53 Landjugendgruppen, die es im Offizialatsbezirk gibt, wird mit Projekten und Aktionen für das Togoprojekt Geld gesammelt. Neben der Togo-Fete finden Schrottsammlungen oder Tannenbaumaktionen statt. „Noch wird das Geld in Togo benötigt“, sagt Tebbe. Es sei jedoch der Wunsch, dass sich das Projekt in Togo irgendwann selbst trägt. „Aber soweit sind wir noch nicht“, ergänzte Mathias Sierp, Referent für die Landjugend.
