CLOPPENBURG - Einstimmig haben sich jetzt bei der Versammlung der Innung für Metalltechnik in der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg die anwesenden Mitglieder gegen eine Veränderung der Berufsschulstandorte gestimmt. Ein Arbeitskreis bestehend aus Vertretern der Berufsschulen, des Handwerkes und der Politik hatte sich im Vorfeld mit den Situationen der Berufsschulen im Landkreis beschäftigt. Wegen des Schülermangels steht der Standort Löningen der Cloppenburg BBS am Museumsdorf vor dem Aus.
Auf großen Widerstand stießen die Pläne des Arbeitskreises, die Berufsschulstandorte im Metallbereich zu verändern. So sollen alle Metallbauer nur noch am Standort Friesoythe unterrichtet werden und die Feinwerkmechaniker in Cloppenburg. Begründet wurde dieser Vorschlag auch mit der geringen Zahl der Auszubildenden. „Diesem muss ich widersprechen. Wir haben eine ausreichende Zahl an Auszubildenden in beiden Metallbereichen“, sagte Franz Kurmann, seit vielen Jahren Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Für Innungsmitglieder sei es nicht nachzuvollziehen, dass beispielsweise Metallbauer-Azubis aus Essen oder Lindern nach Friesoythe zur Berufsschule fahren müssten.
Im Bereich der Feinwerkmechaniker gebe es zurzeit in den vier Lehrjahren 99 Lehrlinge (1. Lehrjahr 26, 2. Lehrjahr 30, 3. Lehrjahr 38 und im 4. Lehrjahr 5 Lehrlinge). Diese Lehrlinge wurden schon immer in Cloppenburg beschult. Im Bereich der Metallbauer gibt es nach Ansicht von Kurmann keine Probleme, ausreichend große Klassen an beiden Standorten einzurichten (1. Lehrjahr 68, 2. Lehrjahr 55, 3. Lehrjahr 62 und 4. Lehrjahr sieben Lehrlinge). In einem Antrag forderten die anwesenden Betriebsvertreter den Erhalt der jetzigen Regelung der Berufsschulstandorte. „Wir müssen in diesem Punkt aufmerksam bleiben“, betonte der wiedergewählte Obermeister Reinhold Kurre.
