CLOPPENBURG - Seit zehn Jahren gibt es einen Qualitätszirkel bei den Feinwerkmechanikern. Ihm gehören Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Ausbilder der Kreishandwerkerschaft und Lehrer der Berufsbildenden Schulen im Landkreis Cloppenburg an. Obermeister Reinhold Kurre leitete die jüngste Sitzung nach dem Besuch eines Betriebes in Werlte.

Ein Schwerpunktthema waren die Ausbildungszahlen bei den Feinwerkmechanikern. Demnach ist die Anzahl der Auszubildenden zwar konstant geblieben, der Anteil der Hauptschüler (rund 35 Prozent) hat aber zugenommen. Die Hauptschüler sind laut BBS-Lehrer und Gesellenprüfungsausschuss aber nicht zwangsläufig die Leistungsschwächeren eines Jahrganges. Alle Teilnehmer des Qualitätszirkels waren sich einig, dass der Beruf des Feinwerkmechanikers sehr anspruchsvoll sei.

Prüfungsausschussvorsitzender Franz Kurmann betonte, dass die Gesellenprüfung landeseinheitlich sei. Bemängelt wurde vom Prüfungsausschuss dagegen die uneinheitliche Führung der Berichtshefte. Es wurde beschlossen, einen Tagesbericht und mindestens zwölf ausführliche Fachberichte im Jahr mit einer technischen Zeichnung zu fordern. Die Fachberichte seien handschriftlich zu verfassen und vom Meister abzuzeichnen.

In der BBS Technik ist in Zusammenarbeit mit der Firma Vogelsang in Essen ein Unterrichtsprojekt zum Thema „Feinarbeiten auf Flächen“ entwickelt worden.

Georg Diekmann, Ausbildungsmeister bei der Kreishandwerkerschaft, berichtete von der Herstellung von „Fahrradschwenkern“. Mit dieser Konstruktion könnten Polizisten auf einfache Weise die Räder drehen und die Rahmennummern überprüfen. Das Gerät finde im Kofferraum Platz und sei leicht zu montieren. Die Polizeiinspektion Cloppenburg setze es bereits zur Codierung ein, andere Inspektionen hätten Interesse angemeldet. Hergestellt wurden die „Fahrradschwenker“ von den Auszubildenden des vierten Lehrjahres.


Zum Abschluss bedanke sich Obermeister Kurre bei der Firma Garwels für die Betriebsbesichtigung und kündigte für das Frühjahr 2009 eine weitere Sitzung an.