CLOPPENBURG - Kerstin Wessels ist sich sicher: Im Cloppenburger Stadtteil Galgenmoor treibt ein Katzenhasser sein Unwesen. Das spurlose Verschwinden ihres Katers „Odin“ und mittlerweile zweier weiterer grau-getigerter Vierbeiner lassen bei ihr keinen Zweifel. „Die Tiere sind weggefangen oder getötet und ,entsorgt‘ worden“.
„Odin“ ist seit knapp zwei Wochen wie vom Erdboden verschluckt. Kerstin Wessels, die mit ihrem Mann idyllisch am Schleienweg direkt am Galgenmoorsee lebt, hatte den dreijährigen Freigänger morgens rausgelassen. Alles war wie immer. Doch als der Kater sich auch nach Stunden nicht blicken ließ, ahnte Kerstin Wessels nichts Gutes. „Odin ist nie lange auf Wanderschaft gegangen. Selbst wenn die Katzen rollig waren, oder die Vögel gebrütet haben, war er nach drei bis vier Stunden wieder da“, sagt die 32-Jährige. Sie glaubt auch nicht, dass sich „Odin“ von einem Fremden in ein Auto hat locken lassen. „Dazu war er viel zu scheu. Er hatte regelrecht Angst vor Autos, Kindern und anderen Katzen“. Auf sie und ihren Mann habe „Odin“ allerdings gehört wie ein Hund, sei schmusig und „gesprächig“ gewesen.
Als ihr Kater auch nach 24 Stunden verschwunden blieb, setzte Kerstin Wessels alle Hebel in Bewegung, ihren Stubentiger zu finden oder an Informationen über seinen Verbleib zu kommen. Sie hat die gesamte Gegend abgesucht, Nachbarn, Anwohner und Bauhof-Mitarbeiter befragt, Zettel verteilt, das Tierschutzregister Tasso alarmiert, eine Zeitungsanzeige geschaltet, Kontakt mit dem Tierschutzverein aufgenommen. Alles vergebens. Niemand habe etwas gesehen oder gehört, und einen Kadaver habe sie auch nicht gefunden. Nicht zuletzt deshalb ist Kerstin Wessels davon überzeugt, dass ihr „Odin“ und die anderen Kater einem Katzenhasser zum Opfer gefallen sind.
Wer etwas über den Verbleib der Tiere sagen kann, sollte sich bei Kerstin Wessels melden unter 0178/ 96 27 225.
