CLOPPENBURG - „Das Modellfliegen in der Halle in Cloppenburg erreicht erstmals nationale Bedeutung“, verkündet stolz Wolfgang Hagemann vom Modellbauclub (MBC). Mit seinem siebten Indoor-Meeting in der Turnhalle an der Leharstraße hat es der MBC geschafft, mit dem beliebten Pylon-Rennen ein Wertungsrennen für die Deutsche Meisterschaft nach Cloppenburg zu holen – ein qualifiziertes Rennen, an dem sich namhafte Piloten aus Deutschland mit ihren schnellen Modellen spektakuläre Rennen, zehn Runden um zwei Wendemarken (Pylon), liefern. „Auch für die Zuschauer wird der Tag interessanter“, meint Hagemann. Der Sieger des Rennens stand am Sonntag noch nicht fest.

Nicht nur die schnellen Flieger um die beiden Pylone machen das Indoor-Meeting für die Piloten und zahlreichen Zuschauer interessant, weiß Rainer Klostermann (MBC). „Wir legen uns mit dem Programm nicht fest“, so der Cloppenburger. So bekäme jeder reichlich Gelegenheit, seine Modelle in die Luft zu bringen, und für die Besucher gibt es immer etwas zu sehen. Dass das Interesse am Modellfliegen groß ist, belegen die neuen Mitgliederzahlen. „Nach dem vergangenen Indoor-Meeting schlossen sich drei neue Piloten dem MBC an“, so Klostermann.

Derweil hatte der jüngste Pilot des MBC, Mathis Wessendorf, Pech. „Übermut tut selten gut“ galt für den achtjährigen Emsteker. Nach den ersten gekonnten Runden krachte sein Flieger gegen eine Wand. Bruch des Propellers, das vorläufige Aus. Am Nachmittag hatte sein Vater Klaus das Ersatzteil beschafft und eingebaut. So konnte Mathis, der vor gut zwei Jahren seine „Pilotenlaufbahn“ begann, seinen Flieger erneut an den Start bringen.

Torben Ruschhaupt (Rödinghausen) bewies, dass es sich lohnt, früh anzufangen. Der heute 21-jährige begann mit vier Jahren und erreichte 2004 in der Sportklasse die Deutsche Meisterschaft. Beim Indoor-Meeting in Cloppenburg ist er Stammgast.