CLOPPENBURG - Mehr als 250 Besucher waren der Einladung zur Jubiläumsveranstaltung des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg am Sonnabend ins Festzelt gefolgt. Vorsitzender Hubert Berges begrüßte unter anderem Landrat Hans Eveslage und Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese.

Vor 60 Jahren wurde der „Bauernverein“ in der Cloppenburger Gaststätte „Walhalla“ gegründet, so Wiese. Später war er mit seiner Geschäftstelle im alten Rathaus untergebracht. „Qualität hat ihren Preis. Das bekommen die Bürger täglich zu spüren. Aber gerade bei Lebensmitteln haben wie uns ja angewöhnt, keine Kompromisse einzugehen. Sie dürfen kaum etwas kosten, müssen aber Superqualität haben“, so Wiese. „Heute wie vor 60 Jahren versteht sich der Kreislandvolkverband als parteipolitisch ungebundene, wirtschaftliche Interessenvertretung sowie als Dienstleister für seine 3400 Mitglieder.

Eveslage unterstrich die besondere Bedeutung der Landwirtschaft im Landkreis: „Der Landkreis Cloppenburg hat großes Interesse an einer starken und zukunftsorientierten Landwirtschaft als wesentliche Grundlage unser heimischen Wirtschaft." Nicht unerwähnt ließ der Landrat die Problembereiche wie Stallbauten und die damit verbundenen Ängste bei der Bevölkerung. Der Landkreis bewillige auch weiter Stallbauten. Durch einen Leitfaden für den Einsatz von Filtertechniken habe er der Landwirtschaft neue Möglichkeiten eröffnet. „Jeder hier im Raum weiß, dass der Landkreis Cloppenburg in ganz Europa zu den Gebieten gehört, in denen die Viehdichte am größten und die Zahl der Stallungen am höchsten ist.“ Dadurch sei es immer wieder zu Problemen gekommen. Ein uneingeschränktes „Weiter so“ könne es auch im Interesse der Landwirtschaft nicht geben, so Eveslage. Die gesetzeskonforme Genehmigungspraxis müsse weiterentwickelt werden, und die tatsächlich vorhandenen Immissionen bewerten. „Ich sehe dazu

im Moment keine Alternative.“

Berges blickte in die Geschichte des Kreislandvolkes zurück, und Geschäftsführer Bernd Suilmann stellte den Erweiterungsbau vor. In zehnmonatiger Bauzeit wurden 18 neue Büros geschaffen. Die Baukosten beliefen sich auf 60 0000 Euro. Nach einem Essen konnten die Besucher die neuen Räume besichtigen.