CLOPPENBURG/KAMPE - Zwei Monate lang hielt die Vogelgrippe die Geflügelhalter im Kreis Cloppenburg in Atem. Jetzt scheint die Tierseuche ausgestanden zu sein. Es sind keine weiteren Ausbrüche zu verzeichnen, sagte der Leiter des Veterinäramtes des Landkreises Cloppenburg, Dr. Karl-Wilhelm Paschertz, den Mitgliedern des Kreisausschusses Planung und Umwelt. Es werden zwar noch Proben untersucht, aber der Kreisveterinär geht davon aus, dass kein Geflügelbestand mehr von der Vogelgrippe betroffen ist.
Seit dem Ausbruch des niedrig pathogenen und für Menschen ungefährlichen H5N3-Virus am 9. Dezember mussten im Kreis Cloppenburg in 40 Betrieben 620 000 Puten getötet werden. Besonders betroffen waren die Ortschaften Bösel, Garrel, Friesoythe und Neulorup. Das letzte Sperrgebiet gab es in Ikenbrügge; es wurde am 19. Februar aufgehoben.
Woher das Virus stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Nicht ausgeschlossen sei, dass Wildvögel die Krankheit übertragen haben. Es könne aber auch sein, dass ein vom Virus befallener Putenbestand aus Nordrhein-Westfalen, der zur Schlachtung nach Cloppenburg gebracht wurde, die Tierseuche auslöste.
Für die Fleischmehlfabrik in Kampe war die Vogelgrippe eine logistische Herausforderung. 5300 Tonnen Geflügel mussten abgeholt und in mehreren Fabriken verarbeitet werden. In Kampe selbst wurden bis zu 300 Tonnen am Tag angeliefert.
