CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - Die große Nachfrage aus den Niederlanden hat bei der Zuchtviehauktion der Weser-Ems-Union in der Münsterlandhalle in Cloppenburg einen laut WEU zufrieden stellenden Durchschnittspreis von 1266 Euro gebracht. Von den 206 verkauften Färsen ging ein Drittel an holländische Kunden.

Damit konnte die erste WEU-Auktion in Cloppenburg, bei der nur Käufer aus den Beobachtungsgebieten der Blauzungen-Krankheit kaufen durften, mit ähnlichen Preisen wie zu Beginn des Monats in Lingen abgeschlossen werden. Außerdem wurden elf Bullen für je 1100 Euro verkauft, Zuchtkälber kosteten im Schnitt 460 Euro, Mastkälber 267 Euro.

Mit Spannung und Skepsis hatten die Verkäufer und die Mitarbeiter der WEU den Beginn der Auktion angesichts des Tierseuchen-Alarms erwartet. Sie wurden nicht enttäuscht. Mit 1266 Euro blieben die Durchschnittspreise auf zufrieden stellendem Niveau. Die teuerste Färse kam aus dem Stall von Jörg Seeger aus Bissel. Seine kapitale „Elegant“-Tochter, die auf die bekannte „Zack“-Tochter „Ina“, der Mutter des Topbullen „Leif“, zurückgeht, wurde für 2600 Euro an einen Bremer Züchter zugeschlagen. Eine der ersten „Bentley“-Töchter aus dem Wiedereinsatz erzielte den zweithöchsten Steigpreis. Sie wurde von Volker Hüneke aus Steenhafe gezogen, der auch der Züchter ihres Vaters ist. Die jugendliche Färse wurde für 1750 Euro nach Holland verladen.

Mit einem „Freelance“-Sohn aus einer hochleistenden Kuhfamilie bekam Josef Waller aus Wettrup den Höchstpreis von 1450 Euro bei den Bullen. Ein ostfriesischer Züchter sicherte sich dieses Tier. Insgesamt verlief der Bullenmarkt aber sehr zäh, und nur allerbeste Qualität fand einen Abnehmer. Über die Hälfte der aufgetriebenen Bullen ging ohne Gebot aus dem Ring.

Bei den Jungrindern lief der Verkauf, wie gewohnt, recht flott. Eine schicke „Novize“-Tochter von Bernd Reiners aus Delmenhorst ging für 600 Euro an einen WEU-Zuchtbetrieb.


Die nächste Auktion findet am 7. November in Lingen statt. Die für diese Auktion gemeldeten Tiere können aufgrund einer vorhergehenden Virusuntersuchung auch wieder an Käufer außerhalb der Beobachtungsgebiete gehen.