CLOPPENBURG - Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisverkehrswacht in der Gaststätte Wienken wurde unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Benno Siemer hat Rolf Quickert von der Verkehrswacht Oldenburg das Programm „Sicher & mobil – ein Leben lang“ vorgestellt. Er machte deutlich, dass Mobilität auch im Alter ein hohes Gut sei, das die meisten Menschen nicht freiwillig aufgeben wollten.
Das Programm „Sicher & mobil“ möchte daher die ältere Generation mit verschiedenen Aktionen und Tipps unterstützen, damit sie auch in Zukunft sicher am Straßenverkehr teilnehmen können. „Die Menschen werden immer älter, und so werden in Zukunft immer mehr Senioren als Autofahrer oder Fußgänger am Straßenverkehr teilnehmen“, betonte Quickert.
Eine grundsätzliche Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ab einem bestimmten Alter lehnte er mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte ab. Er plädierte stattdessen für eine bessere Aufklärung über die möglichen Gefahren sowie für eine stärkere Motivation zu freiwilligen Untersuchungen.
So seien die schleichende Verschlechterung der Seh- und Hörfähigkeit und die nachlassende Konzentrationsfähig Probleme, mit denen sich Senioren rechtzeitig auseinandersetzen sollten. Ein regelmäßiger Gesundheitscheck beim Hausarzt sowie eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Schwächen seien daher sehr wichtig, so Quickert.
Benno Siemer blickte zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Neben dem Fahrsicherheitstraining und zahlreichen anderen Aktivitäten stand auch in 2011 wieder die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr im Vordergrund. So wurde mit rund 2000 Vorschulkindern der sicherste Schulweg eingeübt. 1700 Erstklässler an mehr als 40 Grundschulen nahmen am Schulbustraining teil. Und auch beim Schülerlotsendienst der Marienschule in Cloppenburg und der Haupt- und Realschule Lastrup engagieren sich mit der Unterstützung der Kreisverkehrswacht 50 Schülerinnen und Schüler für die Verkehrssicherheit der Grundschüler.
Speziell auf junge Fahranfänger ist das Verkehrssicherheitstraining abgestimmt. 260 Fahranfänger nahmen an dem für sie kostenlosen Training teil. Die Kosten, die vom Landkreis übernommen werden, beliefen sich im Jahr 2011 auf 27 000 Euro, diese werden durch die Bußgelder der kommunalen Verkehrsüberwachung finanziert.
Achim Wach und Klaus Fangmann stellten das neue Programm „Kinder im Straßenverkehr“ vor. Die Moderatoren der Kreisverkehrswacht besuchen dabei die Kindergärten und üben in enger Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen das richtige Verhalten im Straßenverkehr ein.
