CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB/ML - Die Weser-Ems-Union (WEU) hat mit ihrer jüngsten Auktion in der Cloppenburger Münsterlandhalle neue Wege beschritten: Aufgrund der sich in Deutschland ausbreitenden Blauzungenkrankheit wurden Restriktionszonen errichtet, aus denen keine Tiere heraus transportiert werden dürfen. Die Blauzungenkrankheit ist eine Virenerkrankung von Wiederkäuern. Sie ist behandelbar. Übertragungen auf den Menschen sind nicht bekannt.

In der Sperrzone liegt auch der Auktionsplatz der Osnabrücker Herdbuch-Genossenschaft (OHG), nicht aber der Auktionsplatz der WEU. So beschlossen die Rinderzuchtverbände, eine gemeinsame Auktion mit Tieren aus den Betrieben in Cloppenburg zu organisieren, die nicht im Restriktionsgebiet liegen.

Am Anfang der Woche war der Stall der Auktionshalle komplett belegt, und auch die Zuschauertribüne war sehr gut besetzt. Dies spiegelte sich in den Preisen wider: Es wurden für 371 verkaufte Färsen durchschnittlich 1387 Euro bezahlt, der Höchstpreis betrug sensationelle 2600 Euro. Bullen kosteten im Schnitt 1110 Euro, Jungrinder erzielten 600 Euro sowie Kuhkälber und Mastkälber 393 bzw. 341 Euro. Die Käufer kamen aus dem Inland wie aus Italien, Holland, Spanien und Polen. Daran lässt sich laut WEU der Erfolg der ersten gemeinsamen Auktion ablesen.

Ganze zehn Mal fiel bei den Färsen der Hammer bei 2000 Euro und mehr. Der Höchstpreis von 2600 Euro wurde von einer „Mr. Manhattan-Tochter“ von Marion Wolters aus Bakenhus geknackt. Diese kapitale Färse wird künftig in Spanien gemolken.

Bei den Bullen setzte sich ein „Manager“-Sohn aus der Donor-geprüften Inquirer-Tochter Harfe von Schulze-Placke aus Vennermoor durch. Er wurde für 1800 Euro zugeschlagen. Das teuerste Jungrind stammte mit der eleganten „Lancelot“-Tochter Wiebke aus der Zucht von Schmutte-Strumpf aus Bohmte. Eine „Laurel“-Tochter sicherte sich den Höchstpreis bei den Jüngsten. Das rotbunte Kalb namens „Rothilde“ wurde von Bernd Reiners aus Delmenhorst für 700 Euro verkauft.


Sollte sich an den Blauzungensperrgebieten in den nächsten Wochen nichts ändern, werden voraussichtlich auch die kommenden Auktionen in Cloppenburg gemeinsam veranstaltet. so die WEU.