Cloppenburg - Im Auftrag der Bäcker-Innung Oldenburger Münsterland hat das Deutsche Brotinstitut vor wenigen Tagen eine Qualitätsprüfung von Backwaren durchgeführt. Die Innungsbetriebe konnten sich auf freiwilliger Basis beteiligen.

„Mit jährlich über 20 000 Prüfungen von Brot und anderen Backwaren ist das Deutsche Brotinstitut das führende Prüfinstitut in Deutschland und in Sachen Qualitätskontrolle insofern genau der richtige Partner für unsere Innung“, erklärte Obermeister der Bäcker-Innung Oldenburger Münsterland Bernhard Kurre. Michael Isensee, Bäckermeister und qualifizierter Sachverständiger des Deutschen Brotinstituts, bewertete dabei nach den Kriterien der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). Demnach sollten insbesondere Form und Aussehen zum Typ des Brotes passen. Auch Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität müssen für die jeweilige Brotsorte typisch sein. Weitere wichtige Kriterien sind Geruch und Geschmack der Backware.

Michael Isensee ist bereits seit 20 Jahren in Mittel- und Norddeutschland als Brotprüfer unterwegs, seit einigen Jahren prüft er Betriebe nun auch im Oldenburger Münsterland. Die Arbeit sei deshalb wichtig, weil er den Bäckern aus der Betriebsblindheit helfen könne. „Wenn die Kruste eines Brotes zu hell und zu dünn ist, kann es sein, dass das dem Bäcker gar nicht mehr auffällt, weil er es schon immer so backt. Aber wenn wir ihm nun den Tipp geben, das Brot zehn Minuten länger auszubacken, wird er merken, dass es viel besser schmeckt“, erläutert Isensee ein Beispiel.

In Cloppenburg wurden diesmal 27 Brote und neun Brötchensorten getestet. Fast alle wurden mit „sehr gut“ oder „gut“ beurteilt. Die Sorten, die bereits in drei aufeinander folgenden Jahren erfolgreich abgeschnitten haben, wurden mit Gold ausgezeichnet. So kann man sich das Frühstück doch schmecken lassen.