CLOPPENBURG - Gerade ist der Zug mit der Diesellokomotive „Klaus“ und zwei Salonwagen in den Cloppenburger Bahnhof eingelaufen. Ungeduldig warten vor allem die Kinder auf den Einstieg. Eine Familie aus Bayern, die über die Ostertage in Cloppenburg zu Besuch war, wollte sich eine nostalgische Fahrt mit der Museumseisenbahn nicht nehmen lassen. Für sie ging es von Cloppenburg bis nach Staatsforsten.

Ähnlich haben am Ostermontag viele andere Familien gedacht. Der Zug war mit rund 80 Mitreisenden pro Tour immer ausgebucht. Über so viel Resonanz freute sich auch Karl-Heinz Böhmer vom Verein „Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg“. Der Name des Vereins entspricht der Route. Wer wollte, konnte schon am Morgen in Friesoythe einsteigen und gegen Abend die Rückreise antreten.

„Es ist einfach schön bei euch“, meinte Kathrin Czapiewski aus Schopsdorf in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit ihrem Mann Rolf war sie in die Kreisstadt gekommen, um am Ostermontag die Museumseisenbahn zu begleiten. Sie hatten eine Drehorgel und eine Harmonika mitgebracht. Doch der eigentliche Grund ihres Besuch war, dass sie sehen wollte, was aus ihrem Salonwagen geworden ist. Vor drei Jahren hatte der Eisenbahnverein zwei Waggons von dem Ehepaar Czapiewski erworben. Während der zweite Waggon noch überholt wird, zog „Klaus“ den anderen am Ostermontag über die Gleise.