CLOPPENBURG - Die frühzeitige Erkennung von Darmkrebs steht im Zentrum des 3. Cloppenburger Krebsinformationstages am Sonnabend, 29. März, 10 bis 12.30 Uhr, in der Praxis von Dr. Adji Widjaja in der Osterstraße 44.
Etwa 30 000 Bundesbürger sterben jährlich an den Folgen einer Darmkrebserkrankung, obwohl rechtzeitig diagnostizierter Darmkrebs zu über 90 Prozent heilbar ist. Bestimmte Einflussfaktoren erhöhen das Erkrankungsrisiko: erbliche Belastung, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und das Vorliegen von gutartigen Dickdarmwucherungen, so genannte Polypen, die zu bösartigen Tumoren entarten können.
Diese Polypen treten oft ohne Symptome auf und können im Rahmen einer Krebsvorsorge-Darmspiegelung gleichzeitig entfernt werden. Obwohl diese Untersuchung von den Krankenkassen ohne Kosten ab dem 55. Lebensjahr übernommen wird und somit aktiv ein Darmkrebs verhindert werden kann, nutzen derzeit nur 15 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen bundesweit dieses Angebot. Über die Darmspiegelung informieren Dr. Widjaja und Dr. Henrike Pakula (Medizinisches Versorgungszentrum, St. Josef Krankenhaus) in einem Kurzvortrag.
Weitere Leistungen zur Darmkrebsprävention, die von den Krankenkassen ebenfalls übernommen und vom Hausarzt, Frauenarzt oder Urologen vorgenommen werden, sind: Krebsfrüherkennung bei Frauen ab 20 und Männern ab 45 Jahren, Test auf Blut im Stuhl jährlich ab 50 Jahren (ab 55 Jahre alle zwei Jahre).
Beim Nachweis eines Dickdarmtumors stehen drei Optionen zur Verfügung: Operation, medikamentöse Therapie (Chemotherapie) und Bestrahlung. Diese Therapien können kombiniert werden. So kann der künstliche Darmausgang vermieden werden. Chefarzt Dr. Hendrik Faust und Oberarzt Dr. Stephan Lüders (beide Cloppenburg) sprechen über chirurgische Maßnahmen und die onkologische Behandlung, Dr. Christian Stallmann (Vechta) über strahlentherapeutische Möglichkeiten. Chefarzt Dr. Aloys Klaus nimmt im stationären Bereich im Krankenhaus Cloppenburg alle notwendigen Untersuchungen vor einer geplanten Therapie vor. Auch er steht mit Informationen zur Verfügung. Die Besucher des 3. Krebsinformationstages können im Anschluss mit den Referenten diskutieren.
