CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Zeitarbeit gewinnt auch im Oldenburger Münsterland immer mehr an Bedeutung. Dies erklärte der Cloppenburger Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit, Thomas Petri. Noch bis heute präsentieren sich in der Agentur für Arbeit am Pingel-Anton-Platz drei hiesige Zeitarbeitsunternehmen, die auf Bewerbungen aus allen Branchen warten.

Darüber hinaus hat die Agentur für Arbeit Arbeitssuchende zu der „Zeitarbeitsmesse“ eingeladen, um vor dem Hintergrund des Kräftebedarfs in Südoldenburg auf die Chancen der Zeitarbeit hinzuweisen. „Im vergangenen Jahr ist in unserer Region die Zahl der Zeitarbeit-Beschäftigten auf 1600 geklettert. Dies ist eine Steigerung um 28,5 Prozent“, sagte Petri.

Die hiesigen Unternehmen hätten einen hohen Kräftebedarf, allein in 2006 seien 1300 zusätzliche – sozialversicherungspflichtige – Beschäftigungen entstanden (plus 1,5 Prozent), während im Bundesgebiet deren Zahl um 0,2 Prozent abgenommen hat. Petri: „Und genau an dieser Stelle setzt die Zeitarbeit in der Region an. Hier ist die Reaktion auf schnelle Kräftenachfrage durch die Überlassung von Mitarbeitern des Zeitarbeitsunternehmens an Firmen mit akutem Kräftebedarf schnell und flexibel möglich.“

Vorurteile, die den Zeitarbeitsunternehmen teilweise immer noch entgegengebracht werden, seien – so der Leiter der Cloppenburger ARGE, Dieter Müller, – nicht mehr gerechtfertigt. Seit der Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes 2004 sei unter anderem auch die Bezahlung in fast allen Unternehmen durch Tarifverträge geregelt. „Zeitarbeit ist somit eine echte Chance für Arbeitslose, wieder in Beschäftigung zu kommen.“

Etliche Beschäftigte in Zeitarbeitsfirmen – so Marlies Thoben-Jans – nutzten diese als Sprungbrett für ein konventionelles Beschäfigungsverhältnis bei dem entleihenden Unternehmen. Die Geschäftsführerin der Firma „Perso-Plankontor“ räumt aber ein, dass es auch für die Zeitarbeitsfirmen in der Boomregion Südoldenburg zurzeit schwierig sei, gutes Personal zu finden.