CLOPPENBURG - Mehr als 250 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Institutionen haben sich am Donnerstagabend auf Einladung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DeHoGa) Cloppenburg in der Stadthalle getroffen und sich ein glückliches neues Jahr gewünscht. DeHoGa-Chef Klaus Fleming begrüßte vor allem die Cloppenburger Ehrenvorsitzenden Franz Schlömer und Adi Röhr.

Röhr war im Dorfkrug im Museumsdorf 21-mal Gastgeber dieses Neujahrsempfang gewesen. Der 22. wurde jetzt in der Stadthalle gegeben – vom Ablauf her ähnelte sich alles.

Nach der Begrüßung bei kalten Getränken im Foyer öffnete sich schließlich die in leichter Eleganz geschmückte Stadthalle. An dekorativ gedeckten Tischen wurden schließlich Tafelspitz in Zwiebel- und Meerrettich-Sauce sowie Beilagen serviert. Vorbei sind die Zeiten der heimeligen Geborgenheit des Dorfkrugs, und vorbei ist auch die Zeit von Sauerkraut und Kasseler. Besser oder schlechter? Auf jeden Fall anders.

Die obligatorische Sammlung ging an den Sozialdienst katholischer Frauen. Stolze 3477 Euro kamen zusammen – sehr zur Freude der stellvertretenden Vorsitzenden Romy Langemeyer-Rump, die die Organisation in kurzen Worten vorgestellt hatte.

Festredner war Dechant Hartmut Niehues. Halb launig, halb ernst forderte er, der fortschreitenden Ökonomisierung der Welt Einhalt zu gebieten. Die Arbeitsverdichtung berge zum Beispiel die Gefahr psychischer Erkrankungen. Er lobte der Gastfreundschaft der Wirte wie die der Kirche. Nicht umsonst seien sie in vielen Dörfern Nachbarn. Unbeantwortet blieb die Frage, wo mehr gebeichtet wird: Im Beichtstuhl oder an der Theke?