CLOPPENBURG - Ein erstes konkretes Projekt zum Klimaschutz in Cloppenburg hat am Mittwoch der Ausschuss für Planung, Umwelt und Energie angeschoben. Dessen Mitglieder beschlossen einstimmig, ein neues Baugebiet zu beiden Seiten der Freesienstraße auch unter dem Aspekt der CO-Reduzierung auszuweisen. Demnach sollen die Häuslebauer verpflichtet werden, nicht nur die neuesten Energieeinsparverordnungen einzuhalten, sondern sich auch einer Energiezentrale anzuschließen. Diese erzeugt mittels eines Blockheizkraftwerks (BHKW) gleichzeitig Strom und Wärme. Hierdurch könnten gegenüber herkömmlichen Heizsystemen bis zu 30 Prozent CO-Emissionen reduziert werden, erklärte Stadtplaner Joseph Poll für die Verwaltung. Als Beispiel nannte er eine neue Wohnsiedlung in Rotenburg an der Wümme. Darüber hinaus sollen auch die Ergebnisse des laufenden Klimaschutz-Workshops „Neubaugebiete“ in die entsprechenden Festsetzungen für das Baugebiet einfließen. Es sei aber auch denkbar – so SPD-Ausschussmitglied Peter Hackmann – die Grundstücke an der Nordseite der Freesienstraße von der Teilnahmeverpflichtung an einem BHKW zu entbinden, während die zu bauenden Häuser im südlichen Teil ans BHKW angeschlossen werden müssten.

Rund 100 Einfamilienhaus-Grundstücke – zwischen 650 und 700 Quadratmeter groß – sollen nach den Plänen der Verwaltung in dem rund 15,4 Hektar großen Baugebiet entstehen. Darüber hinaus ist auf einer Teilfläche, die parallel zum Kessener Weg verläuft, ein 10 000 bis 12 000 Quadratmeter großes Mischgebiet vorgesehen. Hier könnten sich nach den Vorstellungen der Verwaltung Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien und andere Dienstleiter ansiedeln. Außerdem soll entlang des Kessener Wegs Mehrfamilienhaus-Bebauung zugelassen werden.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland