CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - Der Kreislandvolkverband Cloppenburg hat Vorwürfe des CDA-Kreisvorsitzenden Werner Ellers scharf zurückgewiesen, mit denen die Landwirte im Kreis Cloppenburg in ein kriminelles Licht gerückt würden. Die Behauptung des CDA-Kreisvorsitzenden Werner Ellers, im Landkreis Cloppenburg sei die „Bauernmafia“ am Werk, sei beleidigend, erklärte Kreislandvolk-Vorsitzender Hubertus Berges.

Der Kreislandvolkverband prüft nun rechtliche Schritte gegen Ellers. Dieser – so Berges weiter – habe mit seiner Feststellung nicht nur die Grenzen des Zumutbaren überschritten, sondern der gesamten Land- und Ernährungswirtschaft in der Region „ins Gesicht geschlagen“.

Berges stellte weiter fest, dass dem CDA-Kreisvorsitzenden Ellers „jedes Wissen über das Funktionieren der hiesigen Lebensmittelproduktion“ fehle. Nur so sei zu erklären, dass der CDA-Kreisvorsitzende die Tatsache verkenne, dass die heimische Landwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Betrieben vielen Familien in der Region ein auskömmliches Einkommen sichere.

Im Übrigen, so Berges weiter, stelle sich die Frage, ob Ellers allein diese Auffassung vertrete oder ob „nicht andere Kräfte hier am Werke“ seien. Richtig sei auf jeden Fall, dass durch die jetzt politisch Verantwortlichen ein sehr großer Beitrag zum Wohlstand der gesamten Region beigetragen werde. Berges: „Die Landwirtschaft ist mit den Leistungen der Landtagsabgeordneten, insbesondere mit denen von Clemens gr. Macke und Karl-Heinz Bley, sehr zufrieden.“

Mit der Bezeichnung „Bauernmafia“ sei der gesamten Landwirtschaft unterstellt worden, dass die von ihr erbrachte Wertschöpfung „mit illegalen Methoden“ erbracht werde. Berges: „Das ist an Dreistigkeit und Ignoranz nicht mehr zu überbieten. Angesichts des tatsächlichen gesellschaftlichen Stellenwertes der Landwirtschaft in der Region ist eine öffentliche Entschuldigung von Herrn Ellers das Mindeste.“