CLOPPENBURG - Das Gesetzgebungsverfahren soll Ende März abgeschlossen sein. Mit Bewilligungen wird im April gerechnet.
Von Michael Loots
CLOPPENBURG - Viele Unternehmen in der hiesigen Region sind bereits jetzt fieberhaft auf der Suche nach Fachkräften. Und Experten warnen, dass sich das Problem durch den demographischen Wandel noch verschärft.Gegen diesen Trend setzt die Politik das Sonderprogramm „WeGebAU“. Das Kürzel steht für „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen“. 800 000 Euro könnten in diesem Jahr von Unternehmen im Oldenburger Münsterland aus diesem Topf abgerufen werden. Das Gesetz ist aber noch nicht beschlossen. Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ist voraussichtlich Ende März, so dass ab April Bewilligungen ergehen könnten.
Die Agentur für Arbeit hat das Programm rund 40 Vertretern aus Unternehmen in der Kreishandwerkerschaft in Cloppenburg vorgestellt. Der Leiter der Arbeitsagentur, Thomas Petri, verdeutlichte die Zielrichtung: „Die Unternehmen bekommen die Möglichkeit, ihre bewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzubilden, und gleichzeitig verringern wir damit für die Beschäftigten das Risiko, aufgrund von Qualifikationsmängeln arbeitslos zu werden.“
Werner Böging, der fachliche Leiter im Arbeitgebermanagement und Koordinator des Programms, zeigte die konkreten Hilfen für die Unternehmen auf. In der Übernahme der Weiterbildungskosten sowie in einem Zuschuss zum weitergezahlten Arbeitsentgelt liege die Attraktivität des Förderprogramms. Damit solle bei Arbeitnehmern ohne Berufsabschluss oder älteren Arbeitnehmern über 45 Jah-ren vermieden werden, fachlich den Anschluss zu verlieren, sagte Böging.
Annette Heseding, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, regte an, gerade auch Frauen in die Qualifizierungsüberlegungen einzubeziehen. Sie zeigte an konkreten Beispielen auf, wie mit Hilfe des Programms absehbarem Fachkräftemangel durch Weiterbildung von Frauen vorgebeugt werden kann.
„Der Konjunkturmotor brummt in unserer Region, die Arbeitslosigkeit ist gering, und Fachkräfte werden händeringend gesucht. Da macht es Sinn für die Unternehmen, neben der Berufsausbildung in die Qualifikation der bewährten eigenen Mitarbeiter, zu investieren“, betonte Thomas Petri.
Interessierte Unternehmen können sich über die Durchwahlnummer des Arbeitgeberservices ( 0 44 41/ 94 61 12 0 oder an die Arbeitsvermittler Matthias Ferneding ( 0 44 71/ 94 89 26 7) oder Gernod Naffin ( 0 44 71/ 94 89 27 9) wenden.
