CLOPPENBURG - Vor dem Hintergrund steigender Pacht- und Getreidepreise haben die Produktion von Nahrungsmitteln und der Naturschutz Priorität vor der Erzeugung erneuerbarer Energien. Diese Auffassung vertrat am Mittwoch der Staatssekretär im Bundes-Umweltministerium, Michael Müller (SPD), beim Junglandwirtetag 2008, zu dem mehr als 500 Teilnehmer aus ganz Niedersachsen nach Cloppenburg gekommen waren.

Peter Spandau von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen betonte, dass Biogas keine besonders effiziente Form der Energiegewinnung sei. Um ein Drittel eines modernen Kohlekraftwerkes zu ersetzen, bräuchte man 3,5 Prozent der bundesdeutschen Ackerfläche für die entsprechende Produktion von Biogas-Rohstoffen. Viele Anlagen arbeiteten bereits defizitär – erst 2009 steige der NaWaRo-Bonus von sechs auf acht Cent.