Cloppenburg - „Eine ganze Branche atmet auf, endlich haben wir eine Perspektive und Planungssicherheit“, sagt Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, zur Entscheidung der Wiedereröffnung der Friseursalons. „Den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin begrüßen wir ausdrücklich“, ergänzt Dr. Michael Hoffschroer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg und der angeschlossenen Friseur-Innung.

Um auf die existenzbedrohende Lage der Friseure aufmerksam zu machen, fanden unter anderem in Cloppenburg verschiedene Solidaritätsaktionen über die Innung statt, wie Plakat-, Lichter- und Scheren-Aktionen. Hinzu kamen Gespräche mit Politikern. Einzelne Betriebe haben sich weiterhin einer gerichtlichen Überprüfung der Lockdown-Regeln angeschlossen.

Diese Aktionen sowie der Austausch unter den Innungsbetrieben und in überregionalen Netzwerken des Friseurhandwerks habe einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Friseure bis hierhergekommen seien, so Hoffschroer. Umso wichtiger sei es jetzt, aufgrund der ernsten Lage und des Infektionsgeschehens, die Arbeitsschutzstandards und Hygieneregeln in den Salons einzuhalten.

Dafür habe die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege nach den Vorgaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales den Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk an die aktuelle Situation angepasst.