CLOPPENBURG - Ende 2007 haben angehende Feinwerk-Mechaniker der BBS Technik der Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta einen selbst entwickelten Fahrradschwenker übergeben – mit Hilfe dieses Gerätes können die Beamten jährlich rund 3000 Räder fast mühelos auf den Kopf stellen, um die – für die Codierung nötige – Rahmennummer unterhalb des Tretlagers abzulesen.
Nachdem die Polizei rund ein Jahr mit dem Gerät Erfahrungen gesammelt hatte, gab sie diese an die Schule weiter. Auf dieser Basis entwickelten Industriemechaniker des dritten Lehrjahres ein Nachfolgemodell, das mit zahlreichen Verbesserungen aufwartet. Der Prototyp wurde pünktlich zum letzten Schultag am Mittwoch an Polizeidirektor Klaus Bergmann sowie die beiden Kriminaloberkommissare Renate Meyer (Präventionsteam) und August Boklage (unter anderem zuständig für Codierungen) übergeben. Klassenlehrer Dieter Stolte lobte nicht nur seine ehrgeizigen Schüler, sondern auch die Ausbildungsbetriebe, die die Herstellung des Schwenkers aktiv unterstützt hätten.
Das neue Gerät ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger fast komplett aus Aluminium gefertigt und deshalb wesentlich leichter. Außerdem konstruierten die Schüler am Computer einen Mechanismus, mit dem sich der Fahrradschwenker in zwei Schritten zusammenlegen lässt. Darüber hinaus tüftelten die jungen Handwerker eine neue Fahrrad-Halterung aus – diese erlaubt es den Beamten, fast alle Radtypen und -größen in die Konstruktion einzuspannen.
Offenbar haben jetzt auch andere Polizeidienststellen von der rückenschonenden Codierungshilfe gehört, konkrete Anfragen gibt es von Dienststellen aus Hannover.
Polizeidirektor Bergmann bedankte sich im Namen seiner PI-Kollegen. „An dieser Stelle kann man mit Fug und Recht sagen: Die BBS Technik, Dein Freund und Helfer.“
