CLOPPENBURG - „Anna und der Bus“ heißt ein neues Medienpaket für den sicheren Schulweg, das jetzt von der Weser-Ems-Bus (WEB) vorgestellt worden ist. „Dieses soll dazu beitragen, die Sicherheit im Busverkehr weiter zu erhöhen“, sagte WEB-Geschäftsführer André Pieperjohanns am Dienstag bei der Vorstellung des Pakets in der Grundschule Emstekerfeld.

Die Herstellung des Medienpakets, das neben einem Film auch Ideen für Unterricht, Hausaufgaben und Projekttage sowie zahlreiche Kopiervorlagen und ein Pixibuch enthält, hat nach Angaben von Pieperjohanns rund 70 000 Euro gekostet. Einer von zahlreichen Sponsoren ist der Landkreis Cloppenburg, der 2000 Euro beigesteuert hat. „Der Landkreis, der die Beiträge für die Schüler-Unfallversicherung abführt, hat schon allein vor diesem Hintergrund ein Interesse daran, dass so wenig wie möglich passiert“, sagte der Erste Kreisrat Ludger Frische.

Der Geschäftsführer der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Cloppenburg (VGC), Heinz Janßen, betonte, dass der Bus nach wie vor das sicherste Verkehrsmittel in Deutschland sei. Vor allem mit regelmäßigen Schulungen der Busfahrer werde diese Spitzenposition gefestigt. „Aber auch mit dem Unterrichtsmaterial ,Anna und der Bus’ für die Schüler in Grund- und Förderschulen wird ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Sicherheit im Busverkehr gemacht.“

Ergänzt wird das neue Medienpaket mit einem Aktionstag unter dem Motto „Mit Stress im Bus ist Schluss“. Während dieses Tages kommt ein WEB-Bus an die Schule, um Gefahrensituationen und Verhaltensregeln einzuüben. Nicht zu drängeln, ist nur ein Faktor: Außerdem wird z.B. gezeigt, wie weit ein Wasserkanister – Stichwort „Sitzen und Festhalten“ – bei einer Vollbremsung mit nur 20 km/h fliegt.

Stichwort zeigen: Die Kinder der Klasse 1a, die am Dienstag den Film „Anna und der Bus“ sahen, konnten im anschließenden Gespräch mit ihrer Lehrerin Elisabeth Neekamp sehr schnell zahlreiche Fehler benennen, die Anna und ihre Mitstreiter auf dem Weg in die Schule und zurück nach Hause machten.


Der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta, Achim Wach, stellte unterdessen fest, dass im Umfeld von Bushaltestellen immer noch viel zu schnell gefahren werde. Obwohl die Einhaltung von Verkehrsregeln „gelebte Nächstenliebe“ sei, hätten sich viele Kraftfahrer nur durch einen Griff ins Portemonnaie zur Einsicht bringen lassen.