CLOPPENBURG - Die Mitglieder der „Cloppenburger Tafel“ haben in ihre Präambel die neue Zielsetzung aufgenommen, das Wohl der Kinder zu fördern. Vorsitzender Dr. Robert Berges sen. nannte die Entscheidung eine durchaus programmatische Änderung.

In seinem Rechenschaftsbericht in der Generalversammlung am Dienstagabend in der Gaststätte Buken verwies er auf die zunehmende Kinderarmut auch im Landkreis Cloppenburg. Unter den 1200 Personen, die die Tafel an den zwei Tagen der Lebensmittelausgabe versorge, seien 630 Kinder. Sie benötigten dringend die Unterstützung der Tafel, betonte Dr. Berges. Der Vorsitzende dankte den Mitgliedern und Unterstützern für ihr großes Engagement. „Was uns zusammenführt, ist die Idee der Tafel. Es ist wichtig, sich für sie einzusetzen und für die Idee der Tafel öffentlich einzutreten“, forderte er die anwesenden Mitglieder auf.

In Zukunft vertritt der Vorsitzende mit einem weiteren Vorstandsmitglied auch bei Rechtsgeschäften über 5000 Euro den Verein, die Zustimmung der Mitgliederversammlung ist nicht mehr notwendig. Streitpunkt war zur Überraschung allerdings die Form der Einladung zur Mitgliederversammlung. Nach langen Diskussionen einigten sich die Mitglieder darauf, dass eine Bekanntmachung im Lokalteil der beiden örtlichen Tageszeitungen, ein Aushang in den Räumen der Tafel und eine Benachrichtigung per E-Mail ausreichend seien.

Einstimmig wurde anschließend der Vorstand gewählt. Dr. Robert Berges sen. wurde in seinem Amt als Vorsitzender wieder gewählt. Stellvertreter ist, nachdem Jutta Klaus nicht erneut kandidierte, Dr. Hans-Hermann Lüttich. Schatzmeister wurde wiederum Friedrich Reckmann und Geschäftsführer Elmar Dubber. Als Beisitzer wurden ebenfalls einstimmig Gaby Brinkmann, Maria Moormann, Marianne Thonemann und Maria Thurau gewählt.

Die Generalversammlung der „Cloppenburger Tafel“ am Dienstag war bereits die zweite Auflage innerhalb von vier Wochen. Die diesmal gut besuchte Versammlung war notwendig geworden, da zur ursprünglichen Mitgliederversammlung am 13. Mai nicht die laut Satzung erforderlichen 20 Prozent aller Mitglieder erschienen waren. Dieser Punkt der Satzung wurde gestrichen, um in Zukunft bei steigender Mitgliederzahl die Beschlussfähigkeit nicht zu erschweren.