CLOPPENBURG - „Durch die ambulante Wohnbetreuung wird psychisch kranken Menschen die Möglichkeit gegeben, ihr Leben wieder selbstständig zu gestalten.“ Rita Berndmeyer, Leiterin der ambulanten Wohnbetreuung im Gemeindepsychiatrischen Zentrum (GPZ) des St.-Josefs-Stiftes Cloppenburg, weiß, wovon sie spricht. Seit der Gründung der Wohnbetreuung vor zehn Jahren ist sie in diesem Bereich tätig.
Ob die psychisch Kranken aus dem Wohnheim kommen oder direkt aus einer Klinik, Hilfe zur Selbsthilfe ist oft gefragt. Die ambulante Wohnbetreuung an der Resthauser Straße in Cloppenburg ist für den gesamten Landkreis Cloppenburg zuständig. Drei Diplom-Sozialpädagogen kümmern sich um 20 bis 25 Kranke. Die Betreuten sind zwischen 21 und 66 Jahre alt, Frauen wie Männer, oft Alleinstehende.
Jeder einzelne der psychisch kranken Menschen wird persönlich betreut. Diese Betreuung reicht von der Wohnungssuche und der Strukturierung des Alltages bis zum eigenverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung, der Unterstützung beim Einkauf, dem Arztbesuch, der Arbeitssuche, dem Umgang mit der Freizeit und vielem mehr. 3,25 oder in einigen Fällen 6,5 Stunden in der Woche ist der Betreuer für seinen Klienten tätig. Immer gilt, dem Betreuten zu helfen, sich in seiner Umgebung zurecht zu finden und sich in die Gesellschaft einzugliedern. Dazu dienen auch Angebote wie Kinobesuche, Besuche des Museumsdorfes, Freizeitveranstaltungen und auch das Treffen im Tagescafe, der Tagesstätte mit der Kontaktstelle im Haus Bethanien.
Das Angebot soll über ein „Netzwerk“ künftig noch breiter gestaltet werden, wie Clemens Rottinghaus, Leiter des GPZ, erklärt. „Wir wollen verstärkt mit anderen Einrichtungen kooperieren.“ Infos zur ambulanten Wohnbetreuung unter 0 44 71/ 70 30 75 oder per Mail: r.berndmeyer@st-josefs-stift.de.
