CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - Die Schülervertretung der Berufsbildenden Schule am Museumsdorf in Cloppenburg hat 550 Euro an die Oldenburger Tafel und 275 Euro an den Tierschutzverein Friesoythe gespendet und damit die 1998 an der Schule begonnen Hilfsaktionen fortgesetzt. Mit dem Verkauf von Klassenfotos, Kaffee und Kuchen erwirtschafteten die Schüler einen Überschuss von 1460 Euro. Gut die Hälfte ging als Spende an die wohltätigen Organisationen.

Margrit Bengen, Vorsitzende des Vereins Oldenburger Tafel dankte den Schülern für ihr soziales Engagement. Der Verein wurde 1996 gegründet, um Bedürftige mit Lebensmittelspenden zu unterstützen. Wie in über 330 anderen Städten Deutschlands werden seitdem auch in Oldenburg Lebensmittel, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr verkauft werden, eingesammelt und für Bedürftige bereitgestellt. Dabei wurden von den 69 aktiven Vereinsmitgliedern in den vergangenen Jahren zirka 1600 Tonnen Lebensmittel bewegt. Diese logistische Leistung ist der wesentliche Kostenverursacher für die Oldenburger Tafel; denn die Lebensmittel selbst werden von den Bäckern, Lebensmittelhändlern und Märkten kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Ausgabestelle des Vereins wird täglich von bis zu 170 Personen aufgesucht. Ein Teil der Lebensmittel wird direkt an soziale Einrichtungen geliefert.

Mit Dank nahm auch Siegfried Rempe die Spende für den Tierschutzverein entgegen. Der Verein freut sich angesichts rückläufiger Unterstützung aus öffentlichen Kassen über die Hilfe der BBS. Der Verein vermittelte laut Rempe in den vergangenen zwei Jahren 850 Katzen und Hunde. Dabei handelte es sich zumeist um ausgesetzte und vernachlässigte Tiere, die im Vereinsheim in Sedelsberg zunächst versorgt wurden und später gegen eine Gebühr an einen neuen Besitzer wechselten. Die Einnahmen können nach Darstellung von Rempe die Kosten des Tierschutzvereins nicht decken. Deswegen seien Spenden wichtig.

Die Oldenburger Tafel und der Tierschutzverein boten der Schülervertretung an, ihre Einrichtungen zu besichtigen. Diesen Einladungen folgen die Schüler gerne, da die Transparenz hinsichtlich der Verwendung der Gelder für sie ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für die Spendenempfänger war.