CLOPPENBURG - Mit rund 14 Tonnen Hilfsgütern sind die ehrenamtlichen Helfer des Katholischen-Kaufmännischen Vereins (KKV) Cloppenburg am Wochenende in Richtung Litauen aufgebrochen. Auf der insgesamt 31. Fahrt in das baltische Land bringen die Helfer um den Sprecher des Litauenkreises, Reinhold Wulfers, vor allem Bekleidung, Spielzeug und Waschpulver, aber auch Baumaterial, Hygieneartikel und Gebrauchsgegenstände zu den Ärmsten der Armen.

Die Verteilung vor Ort übernehmen Mitarbeiter der litauischen Caritas, um sicherzustellen, dass die Hilfsgüter tatsächlich die Bedürftigen erreichen. „Die Finanzkrise hat Litauen ziemlich hart getroffen“, erklärt Wulfers. Zwar seien die Balten Mitglied der Europäischen Union. Aber der steigende Wohlstand komme bei den Ärmsten nicht an. „Vor allem abseits der Städte sind die Menschen sehr notleidend.“

Mit vereinten Kräften hatte der KKV zuvor einen 40-Tonner-Lkw beladen, der von Anton Heeren nach Litauen gefahren wird. Ihm folgen vier Helfer mit einem Mannschaftswagen, der vom Ortsverband Cloppenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe zur Verfügung gestellt wird. Die Spenden stammen von Privatleuten, aber auch von Unternehmen. „Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung“, betont Georg Kötter, der auch schon mehrfach privat in Litauen war. „Wir informieren uns vor Ort, dass die Hilfe notwendig ist und die Spenden ankommen.“

Manchmal haben die Helfer vom KKV auch außergewöhnliche Spenden geladen. Diesesmal sind es Duschabtrennungen, die bei Umbaumaßnahmen in einem Hotel übriggeblieben sind. Kötter: „Wir rufen dann vorher an, ob es überhaupt Sinn macht, diese Sachen mitzunehmen.“

Der Litauenkreis des KKV trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat im Pfarrzentrum von St. Josef. Weitere Mitstreiter werden noch gesucht. Jedes Jahr organisiert der KKV im Schnitt zwei Hilfstransporte nach Litauen. „Je nachdem, ob die Firma es erlaubt. Oder die Ehefrau“, sagt Kötter.