CLOPPENBURG/VECHTA - CLOPPENBURG/VECHTA/EB - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat im Oldenburger Münsterland in 21 Ortsgruppen 6718 Mitglieder, mehr als 50 Prozent sind Jugendliche. Das sind 92 Mitglieder mehr als im Vorjahr. Damit ist der Bezirksverband mit den Kreisen Cloppenburg, Vechta, Oldenburg und der Stadt Delmenhorst der größte in Niedersachsen. Das bilanzierte der Vorsitzende des Bezirkes, Carl-Ludwig Küther, in der Bezirksratstagung in Garrel.

Sorgen macht sich Küther über die landesweite Bäderpolitik der Kommunen. Immer mehr Bäder würden privatisiert und zu Spaßbädern umgebaut. Die Folge seien gestiegene Eintrittspreise, die von den Vereinen nicht mehr bezahlbar seien. Außerdem bekämen die Vereine weniger Badzeiten. Das reduziere die Schwimm- und Rettungsausbildung. Die dadurch sinkende Sicherheit am und im Wasser spiegele sich in den steigenden Zahlen der Ertrinkungstode wider. Kommunen und Vereine müssten laut Küther Lösungen finden, die Aufgaben der DLRG zu gewährleisten und der Bevölkerung das Schwimmen als Volkssport und Gesundheitsförderung zu ermöglichen.

Frank Preuß zeigte die Leistungsfähigkeit der DLRG auf. 360 Wachgänger leisteten 2005 ehrenamtlich 16 500 Wachstunden an den Seen und in den Bädern. In 187 Fällen musste erste Hilfe geleistet werden. 820 Nichtschwimmer wurden zu Schwimmern ausgebildet, 981 Schwimmprüfungen abgenommen, 445 DLRGler wurden Rettungsschwimmer, 296 legten die Erste-Hilfe-Prüfung ab.

Für besondere Verdienste wurden vier Aktivisten ausgezeichnet. Das Verdienstabzeichen in Bronze erhielt Heiner Laube aus Friesoythe, das in Silber bekamen Jürgen Seiler aus Emstek und Frank Preuß aus Vechta. Als „Mann der ersten Stunde“ wurde Hubert Brinkmann aus Friesoythe mit dem Verdienstabzeichen in Gold geehrt.

Der DLRG-Bezirk feiert am 12. Dezember 2006 sein 25-jähriges Bestehen. Dieses Ereignis soll anlässlich der Bezirkstagung im Frühjahr 2007 in Emstek mit einem Festempfang und einem Festball gebührend gefeiert werden.