Cloppenburg/Vechta - Mit großem Applaus verabschiedeten sich jetzt Weggefährten der vergangenen fünf Jahre von Dr. Rudolf Kösters. Auf Einladung von Weihbischof Wilfried Theising waren Vertreter der Schwester-Euthymia-Stiftung und der zu ihr gehörenden Krankenhäuser Vechta, Cloppenburg und Lohne (unter ihnen die Geschäftsführer, Vertreter der Mitarbeiter und Trägerstiftungen, Pflege- und ärztliche Direktoren), Bürgermeister und einige Mitarbeiter des Bischöflich Münsterschen Offizialates (BMO) in das St. Antoniushaus Vechta gekommen, um Kösters Danke zu sagen. Fünf Jahre hatte sich der Krankenhausexperte für die Konsolidierung der finanziell angeschlagenen Kliniken der KKOM (Katholische Krankenhäuser im Oldenburger Münsterland) eingesetzt.

Zwei von ihnen, die Häuser in Cloppenburg und Vechta, gehören heute wie das Krankenhaus in Lohne zur Stiftung. Theising bezeichnete Kösters als echten Nothelfer. „Sie haben maßgeblich und über viele Jahre dazu beigetragen, die damalige Krise der katholischen Krankenhäuser zu beenden.“ Kösters Vorsitz im Stiftungsrat übernimmt Monsignore Bernd Winter.

Er sei damals nicht im Oldenburger Land gewesen, sagte Theising. Der damalige Weihbischof Heinrich Timmerevers habe aber regelmäßig in Münster über die Krise berichtet. Dass mit dem langjährigen Präsidenten der deutschen Krankenhausgesellschaft ein ausgewiesener Fachmann zu Bewältigung der Krise gewonnen werden konnte, bezeichnete Theising als Glücksfall. „Sie mussten die Situation stabilisieren, und es ist Ihnen gut gelungen, das Vertrauen nach innen und außen herzustellen“, sagte er zu Kösters. Die drei Häuser seien jetzt in einer stabilen Situation. Als erstem Preisträger überreichte er Kösters die neu geschaffene Ehrenmedaille des BMO in Gold.

In der Krise seien die Geier gekommen, um sich die besten Stücke zu holen, unterstrich auch Ulrich Pelster, Vorstandsvorsitzender der Sr. Euthymia-Stiftung. „Da brauchten wir einen Drachentöter wie Dr. Kösters.“

Als passionierter Segler dankte Kösters der Crew, die ihn damals begleitet hatte. Dabei habe er immer das volle Vertrauen von Weihbischof Timmerevers gehabt. Ausdrücklich dankte er Rechtsanwalt Dr. Gerd Möller (Münster), der die gesellschaftsrechtliche Neuordnung der KKOM maßgeblich geprägt und damit klare Entscheidungsstrukturen geschaffen habe. Auch Michael gr. Hackmann – heute Finanzdirektor des BMO – habe damals als alleiniger KKOM-Geschäftsführer ein hohes persönliches Risiko getragen und „einen Knochenjob“ gemacht.


Dank sprach Kösters auch Ulrich Pelster aus, der sich nicht ins Münsterland habe abwerben lassen, und August Dasenbrock, der als Finanzdirektor des BMO dafür gesorgt habe, dass der Kirchensteuerrat der Sr. Euthymia-Stiftung 8,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt und so die Rettung der Krankenhäuser ermöglicht habe. Er selbst, so Kösters, habe sich dafür eingesetzt, die Kommunen und Landkreise nicht als Geldgeber und damit auch Entscheider in die Krankenhausgesellschaft einzubinden. „Das mussten wir aus eigener Kraft schaffen.“