CLOPPENBURG - Seit rund sieben Wochen ist ein Teil der Mühlenstraße wieder für den Verkehr freigegeben. Nun mehrt sich die Kritik, denn seit der Wiedereröffnung geht es dort zeitweise fast chaotisch zu, in jedem Fall aber verkehrswidrig: Anwohner beobachten immer wieder, dass Autofahrer weiter als erlaubt durch die Straße fahren – teils sogar bis zur Bahnhofstraße. Andere fahren die Einbahnstraße in falscher Richtung wieder zurück. Beobachtungen, die auch Polizeioberkommissar August Boklage häufiger berichtet werden.
Das Hauptproblem seiner Ansicht nach: die Beschilderung. Vielen Autofahrern – gerade auswärtigen – sei nicht klar, dass sie etwa in Höhe der Deutschen Bank abbiegen müssten, da der weitere Verlauf der Straße als Fußgängerzone ausgewiesen ist. „Verkehrstechnisch muss das deutlicher gemacht werden“, sagt der Kontaktbeamte.
Bekannt ist die Situation auch der Stadtverwaltung. Deshalb wurden bereits neue Rohrrahmen bestellt, an denen die Beschilderung auf der rechte Seite der Fahrbahn etwa auf Augenhöhe der Autofahrer angebracht werden soll, sagte Pressesprecher Klaus Niemann gegenüber derNWZ
. Gleichwohl ist die Stadtverwaltung der Ansicht, dass die Beschilderung „absolut ausreicht“, erklärte Niemann weiter. Denn sie meint festgestellt zu haben, dass häufig nicht Unaufmerksamkeit der Autofahrer dazu führt, dass sie in den Fußgängerbereich einfahren, sondern ein bewusstes Fehlverhalten vorliege. Niemann: „In diesen Fällen werden auch andere Schilder die Fahrer nicht davon abhalten.“Als Einbahnstraße ist das Befahren der Mühlenstraße von der Osterstraße aus werktags von sechs bis 21 Uhr zulässig. Der Lieferverkehr für Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen bleibt von 19 bis 10 Uhr frei. Fahrradfahrer dürfen in beide Richtungen fahren.
Ins Bild passt, dass für einige Autofahrer nach Geschäftsschluss die Gültigkeit der Fußgängerzone komplett aufgehoben zu sein scheint. Sie halten mit ihren Autos direkt vor der Landessparkasse zu Oldenburg in der Stadtmitte, um ihre Geldgeschäfte abzuwickeln, berichteten Passanten der
