CLOPPENBURG - Die Geschäftsstelle Cloppenburg der Agentur für Arbeit Vechta bekommt zum 1. November einen neuen Chef. Georg Vaske tritt die Nachfolge von Thomas Petri an, der nach 16 Jahren als Geschäftsführer in den Ruhestand geht.
„Thomas Petri hat sich große Verdienste bei der Unterstützung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern rund um den hiesigen Arbeitsmarkt erworben“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Vechta, Dr. Thorsten Müller, am Montag bei einem Pressegespräch. Der scheidende Cloppenburger Arbeitsagentur-Chef habe mit großer Menschlichkeit, viel Herzblut und großem persönlichen Engagement die Behörde geleitet.
Die wohl größte Herausforderung hatte Petri Mitte bis Ende der 90er Jahre zu bewältigen: Zahlreiche Spätaussiedler mussten in den Arbeitsmarkt integriert werden. „Der allergrößte Teil der Aussiedler hat seine Chance genutzt. Er ist integriert und in den Betrieben gut angesehen“, so Petri.
Der 60-Jährige wird sich nun verstärkt seiner großen Leidenschaft, dem Motorradfahren, widmen können. Er hinterlässt seinem Nachfolger eine „motivierte“ 30-köpfige Mannschaft, sowie 2556 Arbeitslose (Arbeitslosenquote 4,7 Prozent).
Der 54-jährige Georg Vaske (Dinklage) – so Müller – habe den Beruf „von der Pike auf gelernt“ und sei im Oldenburger Münsterland „fest verwurzelt“. Nach seiner Ausbildung bei der Agentur für Arbeit Vechta und anschließendem Studium in Münster war Vaske zunächst in Friesoythe als Arbeitsvermittler tätig. Danach wirkte er als Arbeitsberater in Vechta. Zuletzt hatte der verheiratete Vaske leitende Funktionen in Cloppenburg und Vechta in den Bereichen Arbeitsvermittlung und Leistungsgewährung inne.
Vor einem großen Problem steht der passionierte Jäger Vaske bereits zu Beginn seiner Amtszeit. Dem sich schon vor der Wirtschafts- und Finanzkrise abzeichnenden Fachkräftemangel vor allem in den Bereichen Elektro, Metall und EDV will er unter anderem mit einer stärkeren Qualifizierung von Menschen ohne Ausbildung begegnen. Außerdem sollen metalltechnische Berufe Frauen verstärkt schmackhaft gemacht werden.
