CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Der seit mehr als 30 Jahren existierende Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ erfreut sich im Kreis Cloppenburg immer größerer Beliebtheit. Mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden und Bauerschaften informierten sich am Mittwochabend im Kreishaus zum Auftakt des neuen Wettbewerbs über die Einzelheiten der Richtlinien. Landrat Hans Eveslage hob dabei die Bedeutung des Wettbewerbs für die regionale Entwicklung hervor. Aufgrund der angespannten Haushaltslage seien viele kommunale Planungen und Vorhaben nur durch die Eigeninitiative der Bürgerinnen und Bürger zu realisieren. Er appellierte an die Vertreter der Kommunen, stärker als bisher zusammenzuarbeiten, da nur auf diese Weise die Anforderungen der Zukunft gemeistert werden könnten. „Nur durch die Regionalisierung wird es gelingen, mit wachen Augen die Trends und Entwicklungen zu verfolgen, daraus Strategien zu entwickeln und damit beizutragen, dass unser
Landkreis Cloppenburg und seine Dörfer und Bauerschaften in den 13 Städten und Gemeinden eine gute Zukunft haben. In den Dörfern und mit den Dörfern lebt unser Landkreis“, sagte Eveslage.
Nach Aussagen von Johann Viets, Amtsleiter für Planung, Natur und Umwelt, liegen die Schwerpunkte der Wettbewerbsbewertungskriterien in der wirtschaftlichen Entwicklung sowie im sozialen und kulturellen Leben der einzelnen Dorfgemeinschaften. Dazu gehöre auch die Bau- und Grünflächengestaltung.
Der Historiker Prof. Dr. Carl-Heinz Hauptmeyer von der Universität Hannover gab einen Überblick über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Landkreise in den vergangenen Jahrhunderten. Er verdeutlichte, dass umfassende Kenntnisse über die eigenen historischen Wurzeln wichtig für die zukünftige Entwicklung der einzelnen Dörfer und Gemeinden seien. Eine zukunftsorientierte Entwicklung ist seiner Einschätzung nach nur in den Regionen möglich, die sich ihrer Vergangenheit, ihrer Traditionen und ihrer lokalen Identität bewusst seien.
